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Knappe Niederlage gegen den Leader

Zum letzten Heimspiel der Saison 2015/16 empfing der SC Aadorf den Aufstiegsaspiranten SC Bronschhofen. Trotz guter Leistung und deutlich mehr Spielanteilen musste sich der SCA am Ende mit 1:2 geschlagen geben. Bronschhofen kann somit in der letzten Runde den Aufstieg in die 2. Liga aus eigener Kraft bewerkstelligen.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Die zahlreich erschienenen Zuschauer auf der Aadorfer Unterwiesen zollten den heimischen Akteuren nach dem Schlusspfiff des gut pfeifenden Unparteiischen Keel ihren Respekt. Über 90 Minuten hinweg hatten die Platzherren alles versucht, um dem Leader kurz vor der Ziellinie noch ein Bein zu stellen. Der SC Bronschhofen behielt an diesem schwül heissen Sonntagnachmittag aber seine Nerven weitgehend im Griff und feierte am Schluss einen äusserst wertvollen Sieg.

Effiziente Gäste

Von Beginn weg entwickelte sich auf dem schwer bespielbaren Terrain eine lebhafte Partie zweier Mannschaften, welche sich an diesem Sonntag auf Augenhöhe begegneten. Es war zunächst das Heimteam, welches seinerseits ohne jeglichen Druck aufspielen konnte und so befreit das Heil in der Offensive suchte. In seinem letzten Spiel für das Fanionteam des SCA vergab Captain Christen nach rund zehn Minuten eine erste gute Chance. Sein Abschluss von der Strafraumgrenze strich nur knapp über die Querlatte. Der Gast wirkte in der Startphase noch etwas zögerlich, stand doch für ihn als Leader zwei Runden vor Ende der Meisterschaft so Einiges auf dem Spiel. Nach rund 20 Minuten taute aber auch der SCB etwas auf und wusste gleich mit der ersten guten Aktion kaltschnäuzig zuzuschlagen. Nater wurde mit einem Pass hinter die Abwehr optimal in Szene gesetzt und verwertete eiskalt vor Keeper A. Bitzer zum 0:1. Die Frage nach dem Offside kam bei dieser Szene zwar auf, war für den Unparteiischen ohne Mithilfe von Assistenten aber schwer zu klären. Die bereits intensiv geführte Partie erhielt mit dem Führungstreffer des Gastteams zusätzlich Schwung. Das Heimteam reagierte vehement und konnte bereits sechs Zeigerumdrehungen später ausgleichen. Nachdem zunächst P. Bitzer mit seinem Kopfball und Christen mit seinem Nachschuss noch nicht belohnt wurden, verwertete Gianforte nur sechs Zeigerumdrehungen nach dem ersten Tor eine herrliche Flanke von Ammann zum 1:1. Zwar reklamierten die Bronschhofer ein Handspiel des Torschützen, doch auch bei dieser Szene war für den Spielleiter eine eindeutige Beurteilung der Aktion kaum möglich. Moralisch gestärkt durch den raschen Ausgleich drückte der SCA in den kommenden Minuten immer stärker aufs Gaspedal. Und dennoch war es am Ende der SC Bronschhofen, welcher mit einer 1:2 Führung zum Pausentee schritt. R. Schwager verwertete nach 36 Minuten einen schnörkellos vorgetragenen Konter zur erneuten Führung für den Aufstiegsaspiranten. Auf der Gegenseite hatte Routinier Holenstein kurz vor und unmittelbar nach dem Treffer zwei Grosschancen vergeben. Beim ersten Versuche setzte er seinen Abschluss, wiederum nach herrlicher Flanke von Ammann, über den Kasten und beim zweiten Anlauf verhinderte der Pfosten den verdienten zweiten Treffer.

SCA wird nicht belohnt

Die zweiten 45 Minuten sind relativ rasch zusammengefasst. Es war der SC Aadorf, welcher über die gesamte zweite Halbzeit hinweg das Spieldiktat in den Händen hielt und immer wieder gewaltig am Thron des Leaders sägte. Bronschhofen überkam langsam aber sich die Nervosität und so beschränkte sich der Gast darauf, die knappe Führung mit solider Defensivarbeit über die Runden zu bringen. Bis zum Schlusspfiff war es aber noch ein langer Weg, allen voran auch deshalb, weil die Platzherren nichts unversucht liessen, um vor heimischem Publikum nochmals zurück in die Partie zu finden. Immer wieder lancierte der SCA seine Angriffe von neuem, verpasste es aber am Ende der Angriffskette den Lucky Punch zu markieren. Als Luginbühls abgefälschter Distanzschuss von der Querlatte zurück ins Feld sprang und P. Bitzer seinen Kopfball am hinteren Torpfosten knapp am Gehäuse vorbei setzte, waren die Gäste endgültig am Ende mit ihren Nerven. Die Erleichterung auf Seiten der St. Galler war folglich sehr gross, als die Partie nach 93 hart umkämpften Minuten endlich zu Ende ging.

SC Aadorf – SC Bronschhofen 1:2 (1:2) – Unterwiesen – 140 Zuschauer – SR: Keel. Tore: 20. Nater 0:1, 26. Gianforte 1:1, 36. R. Schwager 2:1. SC Aadorf: A. Bitzer; Ammann, Meier, P. Bitzer, E. Moser; Ebneter; Narciso (73. Streich), Christen (82. Lima), Luginbühl, Gianforte (60. Fischbacher); Holenstein. SC Bronschhofen: Schlegel; Cavegn, Kliebens, Ott, R. Schwager; Bortoluzzi, Flammer, Maier, P. Schwager (46. Michel); Kaiser, Nater (65. Wild). Verwarnungen: 55. Michel (Foul), 87. Bortoluzzi (Reklamieren). Platzverweis: 93. Bortoluzzi (gelb/rot).

Mit Moral zum Punktgewinn

Der SC Aadorf erkämpft sich auswärts beim Abstiegskandidat FC Weinfelden-Bürglen nach einem 2:0 Rückstand zum Ende noch einen Punkt. Über die gesamte Partie hinweg gesehen wäre durchaus auch ein Vollerfolg für den SCA möglich gewesen.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Wie schon vor Wochenfrist zuhause gegen den FC Wattwil-Bunt dominierte der SCA die Partie auch gegen Weinfelden-Bürglen über weite Strecken. Viel Ballbesitz und ein Gegner, welcher sich weit in die eigene Platzhälfte zurückzog, liessen die Gäste aus dem Hinterthurgau rasch in die Partie finden. Das Heimteam, seinerseits dringend auf Punkte im Abstiegskampf angewiesen, machte vorerst nicht den Eindruck, das Spiel für sich entscheiden zu wollen.

SCA kalt geduscht

Der SC Aadorf zeigte sich im Spielaufbau stets mit der nötigen Geduld und liess Ball sowie Gegner gekonnt laufen. Kaum in der gegnerischen Gefahrenzone angekommen verschärften die Gäste jeweils blitzartig das Tempo und stellten die Defensive des FCWB dadurch immer wieder vor Probleme. Holenstein und Luginbühl auf Seiten der Aadorfer verfehlten aber zu Beginn mit ihren Abschlüssen das Tor noch relativ klar. Das Heimteam kam mit Fortdauer der Partie zunehmend unter Druck und kreierte seinerseits jeweils nur dann etwas Gefahr, wenn es sich über ein weites Zuspiel auf den spielstarken Misini aus der Umklammerung lösen konnte. Einer dieser langen Pässe in die Tiefe erreichte der Stürmer an der Strafraumgrenze, welcher aber beim Abschluss noch entscheidend von SCA Innenverteidiger Meier gestört werden konnte. Auf der Gegenseite hätte noch vor Ablauf der ersten 30 Minuten der Führungstreffer für die Gäste fallen müssen. Nach einem mustergültig vorgetragenen Angriff über die rechte Seite schlenzte SCA Captain Christen das Leder von der Strafraumgrenze ohne Bedrängnis knapp über die Querlatte. Die Strafe für das Team von Cheftrainer Stahel folgte sogleich. 36 Minuten waren absolviert, als die heimische Elf wie aus heiterem Himmel in Front lag. Nach einem Einwurf kam der Ball in den Strafraum, wo aus dem Gewühl heraus C. Zbinden mit der Picke für Weinfelden zum 1:0 traf. Als weitere sechs Zeigerumdrehungen später Misini auch noch einen Freistoss mustergültig ins hohe Toreck zirkelte und damit auf 2:0 erhöhte, waren die Gäste aus Aadorf zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Brändle so richtig bedient.

Moral bewiesen

Die Tatsache, dass man trotz deutlich mehr Spielanteilen und einem klaren Chancenplus mit zwei Toren in Rückstand lag, schien den Aadorfer gewaltig gestunken zu haben. Gleich nach Wiederanpfiff rissen die Gäste das Spiel an sich und schickten fortan eine Angriffswelle nach der anderen in Richtung gegnerisches Tor. Der Wunsch nach einem raschen Anschlusstreffer sollte bald einmal in Erfüllung gehen. Routinier Holenstein schob in der 55. Spielminute nach einer Drehung um die eigene Achse aus kurzer Distanz zum 1:2 ein. Der SCA hatte nun endgültig Blut geleckt und präsentierte sich äusserst entschlossen, die Partie noch zu seinen Gunsten zu wenden. Der FCWB hingegen begrenzte sich ausschliesslich darauf, den knappen Vorsprung irgendwie über die Zeit zu retten. Ein Vorhaben, welches selten gut geht und doch stand es gut zehn Minuten vor Ende der Partie immer noch 1:2. Dann aber kam der grosse Auftritt des kurz zuvor eingewechselten P. Moser. Nach einer mustergültigen Flanke in den Strafraum schlich sich der SCA Stürmer hinter dem Rücken seines Bewachers weg und verwertete die Hereingabe sogleich kaltschnäuzig zum umjubelten 2:2 Ausgleichstreffer. Sieben Minuten plus Nachspielzeit blieben zu absolvieren. Plötzlich erwachte auch das Heimteam wieder aus seinem Tiefschlag, war doch der eine Punkt im Kampf gegen den Abstieg deutlich zu wenig. Es entwickelte sich eine turbulente Schlussphase mit Chancen zum Siegtreffer auf beiden Seiten. Für den FC Weinfelden-Bürglen scheiterte Misini am mirakulös parierenden SCA Schlussmann A. Bitzer und auf der Gegenseite war es der Torpfosten, welcher das Heimteam vor einer schmerzlichen Niederlage bewahrte. Nach einem herrlich vorgetragenen Konter hämmerte P. Moser die Kugel an die Torumrandung und verpasste damit seinen persönlichen Doppelpack nur um Haaresbreite. Es war sogleich der Schlusspunkt einer ereignisreichen Partie, mit deutlichen Vorteilen für den SC Aadorf, welcher sich aber am Ende mit einem Punkt zufrieden geben muss.

FC Weinfelden-Bürglen  – SC Aadorf  2:2 (2:0) – Güttingersreuti – 100 Zuschauer – SR: Brändle. FC Weinfelden-Bürglen: Wägeli; Eschenmoser, Sennhauser, Assirati, Musili (76. Bruni); Rosa, Wick (86. Meresi), K. Zbinden, Fröhli (72. Babic); C. Zbinden; Misini. SC Aadorf: A. Bitzer, Fischbacher, Meier, P. Bitzer, E. Moser; Ebneter; Gianforte (80. P. Moser), Luginbühl, Christen, Narciso (60. Ammann); Holenstein (80. Lima). Verwarnungen: 35. Meier (Foul), 70. Misini (Reklamieren).

Vermeidbare Heimniederlage

Auf heimischem Terrain verliert der SC Aadorf gegen den FC Wattwil-Bunt mit 1:3. Dem Gast aus dem Toggenburg reicht eine Leistungssteigerung nach der Pause, um die drei Punkte aus dem Thurgau zu entführen.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Der Ärger beim SC Aadorf war nach Schlusspfiff gross. Trotz zwischenzeitlicher 1:0 Führung stand man am Ende mit leeren Händen da. Der Ausgleichstreffer, praktisch mit dem Pausenpfiff, schlug dem Team von Cheftrainer Stahel offensichtlich auch nach der Halbzeitpause noch etwas auf den Magen.

SCA dominiert

Anders als vor Wochenfrist auswärts beim FC Linth, wo die Aadorfer gegen die verstärkten Glarner kaum Ballbesitz verzeichnen konnten, überliess dieses Mal der Gast aus Wattwil das Zepter dem SCA. Die Toggenburger zogen sich vorwiegend weit in die eigene Platzhälfte zurück und liessen das Heimteam sein Spiel in Ruhe aufbauen. Einzig nach Ballgewinn schaltete der FC Wattwil-Bunt jeweils schnell um und versuchte damit die Platzherren vor Probleme zu stellen. Zumindest vorerst noch ohne Erfolg. Der SCA seinerseits nahm die gewährten Freiräume dankend kreierte in der Startphase immer wieder zügig vorgetragene Ballstafetten bis weit in die gegnerische Gefahrenzone. Es dauerte allerdings 36 Minuten, bis die Bemühungen der Aadorfer in einen Torerfolg umgemünzt werden konnten. Ein schnörkellos vorgetragener Angriff über E. Moser, Luginbühl und Gianforte brachte die 1:0 Führung. Am Ende der Kette stand Aussenverteidiger E. Moser, welcher mit seiner Hereingabe das Glück erzwang und den Ball über Umwege zum Führungstreffer hinter die Linie brachte. Nur wenige Zeigerumdrehungen später brauchte es seitens der Gäste zusätzlich eine starke Parade von Schlussmann Nägeli, um nicht sogleich mit zwei Toren im Rückstand zu liegen. Der Abschluss von der Strafraumgrenze durch SCA Captain Christen hätte durchaus einen weiteren Treffer verdient gehabt. Das Tor fiel hingegen noch vor dem Pausenpfiff auf der anderen Seite. Nach einem Freistoss für den SCA, welcher wegen einer Abseitsposition unterbrochen wurde, schlugen die Gäste einen langen Ball in die Spitze auf Büsser. Dieser profitierte von der Aadorfer Unordnung in der Defensive und hämmerte die Kugel sogleich trocken zum 1:1 Pausenresultat in die Maschen.

Den Faden verloren

Bestrebt, nach dem Seitenwechsel das Skore wieder in ein rechtes Licht zu rücken, nahm der SCA nach Wiederanpfiff das Zepter sogleich in die Hand. Ball und Gegner liessen die Thurgauer gekonnt laufen, wussten im Abschluss aber weiterhin nicht zu überzeugen. Immer wieder fehlte beim letzten Pass die nötige Genauigkeit. Und so blieb die Partie bis zu jenem Moment spannend, als der SCA seinem Gast unverhofft ein Geschenk zusprach. Wattwils Captain Marino profitierte von einem leichtsinnigen Fehler der Aadorfer im Spielaufbau, zog mit dem Ball in den Strafraum und markierte eiskalt die Führung für seine Farben. 70 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt absolviert. Weitere fünf Minuten später war die Partie entschieden. Nach einem Pass in die Tiefe war es wiederum Captain Marino welcher sich nicht zweimal bitten liess und das 1:3 markierte. SCA Schlussmann A. Bitzer konnte den ersten Abschluss zwar zunächst noch parieren, erhielt aber beim folgenden Abpraller keine Unterstützung von seinen Vorderleuten und war deshalb beim zweiten Versuch machtlos.

In der Folge verzeichnete der SCA nochmals den einen oder anderen Abschluss, war dabei aber wiederum zu wenig zwingend und verpasste es deshalb, in den Schlussminuten nochmals zurück ins Spiel zu finden. Trotz gutem Beginn und verdienter Führung müssen die Aadorfer am Ende in den sauren Apfel beissen und sich dabei vor Allem den Vorwurf gefallen lassen, nach einer Führung wieder einmal den Fokus verloren zu haben. Die kassierten Gegentore wären allesamt durchaus vermeidbar gewesen.

SC Aadorf – FC Wattwil-Bunt 1:3 (1:1) – Unterwiesen – 100 Zuschauer – SR: Schoop. Tore: 36. E. Moser 1:0, 45+1. Büsser 1:1, 70. Marino 1:2, 75. Marino 1:3. SC Aadorf: A. Bitzer, Ammann, Bannwart (46. Fischbacher), P. Bitzer, E. Moser; Ebneter; Ziegler (65. Selimi), Christen, Luginbühl, Gianforte; Holenstein (80. Lima). FC Wattwil-Bunt: Nägeli; Bollhalder, Mladenovic, Santhiyapillai, Quinter; Bechtiger, Scardanzan, Büsser, Marino; Kipfer, Halimi. Verwarnungen: 67. P. Bitzer (Reklamieren), 69. Luginbühl (Reklamieren), 73. Gianforte (Reklamieren).

SCA Siegesserie gerissen

Nach zuletzt vier Siegen in Serie und dem damit verbundenen Aufstieg ins Mittelfeld der Tabelle, bezog der SC Aadorf am Pfingstmontag wieder einmal eine Niederlage. Das Resultat von 4:1 fällt vermeintlich deutlich aus, die Leistung der Thurgauer war aber unter Berücksichtigung der Umstände keineswegs so schlecht.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Bereits im Vorfeld der Partie war den Verantwortlichen sowie dem Kader des SC Aadorf bewusst, dass man am Pfingstmontag auswärts gegen Linth 04 auf eine verstärkte Truppe mit Akteuren aus dem 2. Liga interregional Kader der Glarner treffen könnte. Alle Jahre wieder praktiziert der FC Linth dieses, reglementarisch erlaubte, Szenario um die 2. Mannschaft vor dem Abstieg in die 4. Liga zu bewahren. Bisher stets mit Erfolg. Dass am vergangenen Pfingstmontag dann gleich das gesamte Fanionteam, inklusive ihrem Trainer und ehemaligen Profi Roland Schwegler auflief, machte die Ausgangslage für den SCA nicht gerade einfacher. Wie ein Funktionär der Glarner nach Spielende bestätigte, schickte man tags zuvor die 3. Liga Mannschaft zum bedeutungslosen Meisterschaftsspiel der 2. Liga interregional gegen den FC Sirnach.

SCA schlägt sich tapfer

Den Kräfteverhältnissen entsprechend gestaltete sich die Partie bereits von der ersten Minuten weg relativ eindeutig. Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen sich wohl an einem Bundesliga Heimspiel des FC Bayern München gegen den Hamburger Sportverein. Das Heimteam verzeichnete gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und war bestrebt, über einen gepflegten Spielaufbau und schnelles Passspiel die Aadorfer auszuhebeln. Im Gegensatz zu den Auftritten des HSV in der Allianz Arena liessen sich das Team von Cheftrainer Matthias Stahel allerdings nicht so leicht aus dem Konzept bringen. Der Gast aus dem Thurgau präsentierte sich zu Beginn der Partie defensiv äusserst kompakt und stellte die Linther damit vor unerwartet grosse Probleme. Wenn sich den Gästen ihrerseits die Chance auf eine Offensivaktion bot, wurde rasch umgeschaltet und das Heil vor dem gegnerischen Tor gesucht. 20 Minuten waren absolviert, als Aadorfs Luginbühl knapp 30 Meter vor dem gegnerischen Tor zum Freistoss antreten durfte. Präzise zirkelte der Edeltechniker die Kugel in den Strafraum wo am hinteren Pfosten P. Bitzer seinem Bewacher enteilt war und freistehend zur 0:1 Führung einnicken konnte. Ein Schlag ins Genick für die gut bezahlten Amateurkicker des FC Linth 04. Anders als in früheren Jahren liessen die Glarner diese Schmach aber nicht auf sich sitzen und fanden fortan zunehmend besser ins Spiel. Sieben Minuten nach dem Aadorfer Führungstreffer egalisierte der quirlige Hofer das Skore mit einer schönen Direktabnahme wieder – 1:1. Weitere zwei Zeigerumdrehungen später lag der FC Linth 04 dann bereits in Front. Wiederum war es der schnelle Hofer, welcher sich mustergültig freilief und alleinstehend vor SCA Keeper A. Bitzer zum 2:1 traf.

Klassenunterschied zu gross

Trotz vorzüglicher Leistung in den ersten 25 Minuten und zwischenzeitlicher Führung musste der SCA nach dem Pausentee einem Rückstand nachrennen. Zwar hatten sich die Gäste aus dem Thurgau vorgenommen, nach dem Seitenwechsel nochmals zu reagieren, waren aber in den zweiten 45 Minuten zu keiner ernsthaften Reaktion mehr fähig. Die zwei Ligen Unterschied wurden mit Fortdauer der Partie doch deutlich sichtbar. Die Platzherren hatten sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen und verstanden es, Ball und Gegner geschickt laufen zu lassen. Spätestens mit dem Treffer zum 3:1 von Ismaili war der Mist nach gut einer Stunde geführt. Der SC Aadorf konzentrierte sich fortan darauf, das Torverhältnis auch nach diesem Spiel einigermassen im Gleichgewicht zu halten, musste aber in der Nachspielzeit nach einem weiteren, schnell ausgeführten Angriff über die Aussenbahn noch das 4:1 einstecken. Alles in Allem haben die Thurgauer ihre Haut an diesem Pfingstmontag preiswert verkauft und dürfen erhobenen Hauptes dem kommenden Heimspiel vom Samstag, 21. Mai gegen den FC Wattwil-Bunt entgegen blicken.

FC Linth 04 II (oder doch I?) – SC Aadorf 4:1 (2:1) – SGU Näfels – 120 Zuschauer – SR: Keller. Tore: 29. Bitzer 0:1, 27. Hofer 1:1, 29. Hofer 2:1, 66. Ismaili 3:1, 91. Schiesser 4:1. FC Linth 04 II: Lo Russo; Antoniazzi, Beric, Stefl, Greco; Hauer, Feldmann (74. Miljic), Fragapane (61. Zukic) (83. Schiesser); Isamili; Schindler. SC Aadorf: A. Bitzer; Ammann, Bannwart, Bitzer, Meier; Ebneter; Narciso (83. Moser), Christen, Luginbühl, Gianforte (58. Selimi); Holenstein (63. Lima). Verwarnungen: 24. Narciso (Unsportlichkeit), 79. Meier (Unsportlichkeit), 79. Hofer (Foul). Bemerkungen: Souveräne Schiedsrichterleistung.

SCA verschafft sich Luft im Strichkampf

Der SC Aadorf doppelt nach dem Sieg gegen Kirchberg vor Wochenfrist nach und gewinnt eine kampfbetonte Partie gegen den FC Netstal mit 2:1. Der entscheidende Treffer fiel dabei erst in der 90. Spielminute.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Völlig durchnässt aber sichtlich erfreut feierten die Akteure des Heimteams nach dem Schlusspfiff des souveränen Unparteiischen den soeben realisierten Heimsieg. Vorausgegangen war eine hart umkämpfte Partie zwischen zweier Teams auf Augenhöhe. Die Aadorfer scheinen nach zunächst schlechtem Start in die Rückrunde langsam aber sicher den Rhythmus zu finden. Mit sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen vergrösserte die Stahel-Elf den Abstand zum Strich auf fünf Punkte.

Starker Regenfall

Pünktlich zu Spielbeginn öffnete Petrus seine Schleusen und sorgte somit Ende April für äusserst garstige Bedingungen. Bei starkem Regenfall und Temperaturen nahe der Nullgradgrenze kämpften sich die Akteure beider Teams schrittweise in die Partie. Geprägt von vielen Zweikämpfen entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in welcher klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Beide Defensivreihen erledigten ihren Part souverän, sodass ihre Torhüter nur selten eingreifen mussten. Gefahr entstand hin und wieder nach hohen Bällen oder Abschlüssen, welche für die Schlussmänner aufgrund des völlig durchnässten Terrains kaum zu bändigen waren. Sowohl Netstals Pantovic als auch SCA Keeper Reusser liessen sich dadurch aber nicht beirren und entschärften die Abschlüsse auf ihren Kasten weitgehend sicher. Die grösste Chance zur Führung vergab das Heimteam kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einem Angriff über die linke Seite setzte sich der quirlige Narciso gegen seinen Bewacher durch und flankte das Leder mustergültig in den Strafraum. Wohl überrascht von der präzisen Hereingabe brachte Stürmer Holenstein im Fünfmeter Raum zu wenig Druck hinter seinen Kopfball, sodass dieser zur sicheren Beute des Torhüters wurde.

Zieglers Doppelpack

Einigermassen gestärkt vom wärmenden Pausentee kehrten die Teams nach 15 Minuten Unterbrechung zurück auf den Rasen. Es sollte die zweite Halbzeit von Aadorfs Ziegler werden, welcher die Partie zunächst auf der Ersatzbank begann, jedoch bereits nach 30 Minuten für den verletzten Meier ins Spiel kam. Er war es, der fünf Minuten nach Wiederanpfiff unter gütiger Mithilfe des Gästekeepers das 1:0 für seine Farben markierte. Vorausgegangen war ein Angriff über die linke Seite. Der omnipräsente Gianforte spielte den Ball zur Mitte, wo Ziegler die Kugel zwar nicht optimal traf, dies aber reichte, um den Schlussmann zu überwinden. In der Folge besassen die Thurgauer weitere, gute Möglichkeiten um das Skore zu erhöhen, liessen im Abschluss jedoch die nötige Präzision vermissen. Netstal seinerseits brauchte nach dem Gegentreffer eine Weile, um sich wieder zu erholen. Mit Fortdauer der zweiten Halbzeit kamen die Glarner aber zunehmend besser ins Spiel und drückten auf den Ausgleich. Ein stehender Ball und ein grosses Durcheinander im SCA Strafraum später war dieser nach 75 Minuten Tatsache. Torhüter Reusser und Verteidiger Bannwart kamen sich beim Versuch zu klären gegenseitig in den Weg, sodass die Kugel zum 1:1 ins eigene Tor flog. Mit der Punkteteilung wollte sich aber allen voran das Heimteam nicht zufrieden geben und schaltete nach einer passiven Phase nochmals einen Gang höher. Die Belohnung dafür folgte kurz vor Anbruch der Nachspielzeit. Ziegler reagierte auf einen Abpraller beim FCN Torhüter am schnellsten und wuchtete das runde Leder zum viel umjubelten 2:1 Heimsieg in die Maschen.

Zwar benötigte der SCA in der Nachspielzeit noch etwas Glück, als ein Flankenball über die Querlatte strich, verdiente sich den Vollerfolg aber am Ende durch eine kämpferische Teamleistung.

SC Aadorf – FC Netstal 2:1 (0:0) – Unterwiesen – 10 Zuschauer – SR: Fürer. Tore: 50. Ziegler 1:0, 75. Bannwart (Eigentor) 1:1, 90. Ziegler 2:1. SC Aadorf: Reusser; Moser, Bitzer, Bannwart, Schreiber; Ebneter; Gianforte (86. Lima), Christen, Meier (30. Ziegler), Narciso; Holenstein. FC Netstal: Pantovic; Zweifel (62. Schüepp), Mühlethaler, Pfeiffer; And. Contardi, Ang. Contardi, Lopes (25. Sevic), Sauter (68. Jashari); Toprakkale, Vidovic, Conte. Verwarnungen: 65. And. Contardi (Foul), 83. Ebneter (Foul), 94. Moser (Unsportlichkeit).

SCA mit wichtigem Sieg im Strichkampf

Mit zwei Niederlagen in den ersten beiden Rückrundenspielen setzte sich der SC Aadorf bereits früh in der Rückrunde selbst unter Druck. Die Partie auswärts gegen das Schlusslicht Kirchberg entpuppte sich somit zum echten Charaktertest.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Der FC Kircherg hatte aus der abgelaufenen Vorrunde gerade einmal vier Punkte eingefahren. Ein Sieg, ein Remis sowie neun Niederlagen standen für die Toggenburger bei Saisonhalbzeit zu Buche. Den einzigen Sieg fuhr der FCK aber ausgerechnet auswärts beim SC Aadorf ein. Mit 1:2 setzte sich das Schlusslicht im vergangenen Spätsommer durch, konnte danach aber kaum mehr an die gute Leistung anknüpfen. Die Aadorfer durften sich dieser Tatsache vor Spielbeginn bewusst gewesen sein, zumal mit einer weiteren Niederlage die Luft am Tabellenende endgültig dünn geworden wäre. Ein zweites Mal wollte man die Punkte nicht verschenken.

Strichkampf ohne Glanz

Zu Beginn der Partie gelang es zunächst keiner Mannschaft, das Zepter an sich zu reissen. Beide Teams agierten oftmals mit langen Bällen in die Spitze, liessen danach aber die nötige Entschlossenheit bei den zweiten Bällen vermissen. Schöne Spielzüge bekamen die anwesenden Zuschauer nur selten zu sehen, das Spiel wurde geprägt von vielen Fehlpässen. Es war dann aber der FCK, welcher nach einer Viertelstunde die erste Grosschance verzeichnete. Nach einem Angriff über Aussen scheiterte der einheimische Stürmer am stark parierenden SCA Keeper Stäger. Diese Aktion hätte durch durchaus die Führung bedeuten können oder gar müssen. Mehr als ein blaues Auge trugen die Gäste aus Aadorf somit nicht davon. Im Gegenteil, die Thurgauer wirkten fortan deutlich präsenter und schienen sich der prekären Lage nun endgültig bewusst. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit fanden sie zunehmend besser ins Spiel, konnten aber vor dem gegnerischen Kasten vorerst weiter nicht überzeugen. Als unmittelbar vor der Pause zudem ein klares Handspiel des FCK Captains Rohner im eigenen Strafraum vom Unparteiischen nicht gewertet wurde, war die torlose erste Halbzeit Tatsache.

SCA mit Lucky Punch

Hatten die Aadorfer vor Wochenfrist gegen Neckertal-Degersheim nach der Pause noch deutlich abgebaut, liefen sie dieses Mal erst richtig warm. Immer wieder gewann das Mittelfeld der Gäste entscheidende Zweikämpfe im Zentrum und schaltete danach blitzschnell über die Aussenbahnen um. Sowohl Gianforte, als auch Ziegler und später der eingewechselte Narciso stellten die FCK Defensive zunehmend vor Probleme. Ein Treffer in dieser Partie lies aber weiterhin auf sich warten. Nach gut 60 Minuten verpasste Holenstein nach einer scharfen Hereingabe von Ziegler das Tor nur ganz knapp. Im Gegenzug lief plötzlich Kirchbergs Grauso aus seitlicher Position alleine auf das SCA Tor. Wiederum gab es aber kein Vorbeikommen am routinierten Aadorfer Schlussmann. Bei einem möglichen Torerfolg für Kirchberg wären die Proteste aber wohl heftig gewesen. Grauso setzte sich im Laufduell davor gegen SCA Verteidiger Bannwart mit Händen und Füssen schwer über der Grenze zum Erlaubten ein, was der Schiedsrichter zum Erstaunen aller aber tolerierte und diese Chance dadurch überhaupt erst ermöglichte.

Als die Partie sich bereits langsam dem Ende zuneigte, sollte im umkämpften Strichkampf dann aber doch noch eine Entscheidung fallen. Nach einem zunächst geklärten Eckball brachte SCA Aussenverteidiger Moser den Ball ein zweites Mal in den Strafraum. Die Hereingabe landete am hinteren Pfosten beim freistehenden Bitzer, welcher die Kugel unter Kontrolle brachte und trocken zum entscheidenden 0:1 einnetzte. Die verbleibenden zehn Minuten entwickelten sich zum grossen Strichkampf, wobei die Gäste aus Aadorf durch ein solides Defensivverhalten überzeugten und so kaum mehr Gefahr liefen, die drei Punkte in letzter Sekunde aus der Hand zu geben.

FC Kirchberger – SC Aadorf 0:1 (0:0) – Sonnmatt – 60 Zuschauer – SR: unbekannt. Tore: 79. Bitzer FC Kirchberg: Iten; Brändle, Kellenberger, Rohner, P. Schefer; Nagel, F. Schefer, Kuhn, Widmer (82. Di Bella); Grauso, Sallahu (75. Schönenberger). SC Aadorf: Stäger; Ammann, Bannwart, Bitzer, Moser; Ebneter; Ziegler (75. Mfutila), Christen, Moser, Gianforte (89. Schreiber), Holenstein (81. Lima). Verwarnungen: 26. Grauso (Reklamieren), 61. Ammann (Foul), 64. Ebneter (Unsportlichkeit), 65. Sallahu (Foul), 90. Lima (Foul). Platzverweis: 92. Kellenberger (Notbremse).

Aadorf enttäuscht zum Rückrundenauftakt

Nach gut fünf Monaten Winterpause fiel am vergangenen Samstag der Startschuss zur zweiten Hälfte der Saison 2015/16. Auswärts zu Gast beim FC Schmerikon wollte der SC Aadorf eine enttäuschende Vorrunde mit einem Sieg schnellst möglich vergessen lassen. Das Resultat war am Ende aber ein anderes.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Wie bereits zum Saisonbeginn, als die Hinterthurgauer eine 2:0 Führung noch aus der Hand gaben und am Ende die Punkte mit dem FC Schmerikon teilten, war der Frust bei den Aadorfern auch nach dem Rückspiel deutlich sichtbar. Die Frage musste jedoch sein, wieso und warum eine derartige Ernüchterung herrschte. Cheftrainer Matthias Stahel hielt nach Spielschluss klar und deutlich fest, dass allen voran die gezeigte Leistung aus den ersten 45 Minuten in keiner Weise dem entsprach, was man sich vorgenommen hatte. Zwar steigerten sich die Gäste aus dem Thurgau nach der Pause, lagen bis dahin allerdings bereits mit 2:0 im Rückstand und konnten darauf nicht mehr ernsthaft reagieren.

Schmerikons Effizienz

Die Partie auf der Schmerkner Allmeind startete zunächst ausgeglichen. Schnell zeichnete sich allerdings ab, dass die beiden Mannschaften zwei unterschiedliche Taktiken verfolgten. Das Heimteam seinerseits störte seinen Gegner bereits früh im Spielaufbau und agierte in Ballbesitz vorwiegend mit langen Bällen. Der Gast aus Aadorf hingegen liess im Spiel gegen den Ball das Heimteam vorerst kommen und versuchte in Ballbesitz vorwiegend mit konstruktivem Spiel aus der Defensive heraus zum Erfolg zu gelangen. Der FC Schmerikon sollte mit seiner Art und Weise Fussball zu spielen, zunehmend Überhand gewinnen und sich allen voran durch ein präsentes Zweikampfverhalten Vorteile verschaffen. Die Gäste aus dem Thurgau liessen sich durch diese Tatsache in eine gewisse Unsicherheit treiben und fielen bis zum Pausenpfiff des jungen Unparteiischen mehr und mehr durch individuelle Fehler auf. Ein solches Malheur führte in der 21. Minute zum Führungstreffer für den FCS. SCA Aussenverteidiger Schreiber agierte im Spielaufbau zu hektisch und bediente mit seinem Rückpass den gegnerischen Stürmer dadurch optimal. Gojani liess sich nicht zweimal bitten und schloss kurzerhand wuchtig zum 1:0 ab. Auf eine Reaktion des SC Aadorf im Anschluss an diesen ärgerlichen Gegentreffer wartete man vergebens. Abgesehen von einigen Versuchen aus der Distanz wusste der SCA offensiv nicht zu überzeugen. Ganz anders der FC Schmerikon, welcher in der 35. Minute mit seiner zweiten Halbchance sogleich mit 2:0 in Front lag. Tschirkys Freistoss von seitlicher Position wurde immer länger, segelte an Freund und Feind vorbei und senkte sich zu guter Letzt hinter SCA Keeper A. Bitzer sehenswert in die Maschen.

SCA steigert sich

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich den anwesenden Zuschauer, zumindest vorübergehend, ein anderes Bild als noch vor dem Pausentee. Mit der Wut im Bauch agierte der Gast aus Aadorf fortan deutlich aktiver, steigerte seine Quote an gewonnen Zweikämpfen und konnte dadurch Druck auf das FCS Tor erzeugen. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer vergab Narciso nach 55 Minuten aus kurzer Distanz. Nach schönem Dribbling flog sein Abschluss über das Torgehäuse. Die endgültige Entscheidung zugunsten der Einheimischen folgte gut 10 Minuten vor Ende der Partie. Gojani setzt sich nach einem schnell vorgetragenen Konter gegen SCA Verteidiger P. Bitzer durch und markierte in souveräner Manier seinen zweiten persönlichen Treffer zum 3:0. Das sehenswerte Tor zum 3:1 des jungen Ammanns kurz vor Abpfiff darf aus Aadorfer Sicht nur noch als Randnotiz gewertet werden.

FC Schmerikon – SC Aadorf 1:3 (2:0) – Allmeind – 100 Zuschauer – SR: unbekannt. Tore: 21. Gojani 1:0, 35. Tschirky 2:0, 78. Gojani 3:0, 90. Ammann 3:1. FC Schmerikon: Kabashi; Duschen, Lindemann, Gasser; Markaj (79. U. Pehlivan), O. Pehlivan, Caduff (69. Misirli), Dello Stritto; Tschirky; Gojani (91. Grifa), Vigini. SC Aadorf: A. Bitzer; Schreiber (69. Ebneter), Bannwart, P. Bitzer, Gianforte; Christen (66. Holenstein), Meier (76. Fischbacher); Ziegler, Luginbühl, Ammann; Naricso. Verwarnungen: 74. Vigini (Foul).

Niederlage zum Abschluss der Vorrunde

Zum letzten Meisterschaftsspiel der Vorrunde 2015/16 empfing der SC Aadorf auf heimischem Terrain den Zweitplatzierten FC Eschenbach. Trotz ansprechender Leistung in der ersten Halbzeit ging der SCA am Ende sang- und klanglos mit 0:4 unter.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. „Mit einer 0:4 Heimniederlage kann man grundsätzlich nie zufrieden sein und dennoch hatten wir heute nicht nur schlechte Phasen. Man muss die Stärke des Gegners zweifelslos anerkennen. Eschenbach bestrafte uns heute für unsere Fehler eiskalt“, so das Fazit von SCA Cheftrainer Stahel nach Spielschluss. In der Tat präsentierten sich die Gäste aus dem Kanton St. Gallen allen voran in der Offensive enorm kaltblütig und sicherten sich dank des Auswärtserfolges und der zeitgleichen Niederlagen Bronschhofens zusätzlich noch den Titel des Herbstmeisters.

Ausgeglichene Startphase

Nachdem der SC Aadorf rund zehn Tage zuvor auswärts gegen den Leader Bronschhofen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung vollends zu überzeugen wusste, wollten man auch dem zweiten Spitzenteam der 3. Liga Gruppe 4 ein Bein stellen. Trainer Matthias Stahel hatte im Vorfeld der Partie mit diversen personellen Absenzen zu kämpfen und war daher gezwungen, die Mannschaft gegenüber dem Bronschhofen Spiel auf einigen Positionen zu verändern. Nichts desto trotz fanden die Platzherren gegen den ambitionierten FCE zunächst gut in die Partie und konnten das Geschehen mehrheitlich ausgeglichen gestalten. Der Klassenunterschied beider Teams war dann aber beim Verwerten der sich gebotenen Möglichkeiten in aller Deutlichkeit sichtbar. Während der SCA in den ersten 45 Minuten gleich mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt verstreichen liess, nutzten die Gäste von drei Grosschancen immerhin eine davon zur 0:1 Führung. Nach einem unnötigen Ballverlust im Zentrum schalteten die Eschenbacher blitzschnell um. A. Müller wurde mustergültig in die Tiefe lanciert und verwertete alleinstehend vor Schlussmann Bitzer zum 0:1. Auf der Gegenseite wurde immer Mal wieder nach Eckbällen gefährlich. SCA Captain Christen wurde am hinteren Pfosten gleich dreimal von seinen Bewachern vergessen, brachte die Kugel aber zum Entsetzen der SCA Fans nie wunschgemäss Richtung Gästetor.

Gäste machen den Sack zu

Die Geschichte nach dem Seitenwechsel ist rasch erzählt. Das Heimteam nahm sich zum Pausentee zwar vor, nochmals zurück in die Partie zu finden, die Realität auf dem Platz sah dann aber deutlich anders aus. Die SCA Defensive offenbarte mit Fortdauer der Partie offensichtliche Schwächen und musste die schnellen Gästestürmer immer wie mehr gewähren lassen. Allen voran der agile Stojanov wusste die ihm gewährten Freiräume auszunutzen und besiegelte mit seinem lupenreinen Hattrick am Ende die 0:4 Heimniederlage der Aadorfer. Die langen Bälle über die heimische Abwehr hinweg erlief der schnelle Stürmer jedes Mal vor seinen Bewachern und vollstreckte im Anschluss eiskalt. SCA Keeper Bitzer parierte zwar mehrere Male stark und verhinderte dadurch eine noch höhere Niederlage, konnte am Ende die Niederlage aber auch nicht abwenden. Offensiv setzte sich das Heimteam in den zweiten 45 Minuten kaum mehr in Szene und brachte dadurch den FC Eschenbach zu keiner Zeit in ernsthafte Bedrängnis.

Mit fünf Niederlagen, drei Unentschieden und nur drei Siegen überwintern die Aadorfer damit auf dem enttäuschenden achten Tabellenplatz und bleiben ein weiteres Mal deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen. Der Zug nach vorne ist mit dieser Niederlage endgültig abgefahren, vielmehr sollten sich die Thurgauer darauf konzentrieren, im April 2016 möglichst rasch aus der Gefahrenzone am Trennstrich zu kommen.

SC Aadorf – FC Eschenbach 0:4 (0:1) – Unterwiesen – 120 Zuschauer – SR: Zannatta. Tore: 24. A. Müller 0:1, 50. / 79. & 93. Stojanov 0:2 / 0:3 und 0:4. SC Aadorf: A. Bitzer; Fischbacher, E. Moser, Streich, Ebneter; Meier (55. Schreiber); Ammann, Luginbühl, Christen, Ziegler (62. Farkas); Holenstein (62. Lima). FC Eschenbach: Carruolo; Elmer, Steiner, Gähwiler; Martins, Müller (72. Burkard), D. Meier, Helbling (65. Fernandes); G. Arsov (56. Bolliger), S. Müller, Stojanov. Verwarnungen: 7. G. Arsov (Foul), 44. D. Meier (Reklamieren), 45. M. Arsov (Unsportlichkeit), 54. E. Moser (Foul), 75. Helbling (Foul), 85. Burkard (Unsportlichkeit).

Dem Leader die Stirn geboten

Im vorgezogenen Spiel der 11. Runde weiss der SC Aadorf auswärts gegen den Tabellenführer Bronschhofen zu gefallen und liefert eine starke Leistung ab. Nach einer taktisch hochstehend geführten Partie trennen sich die beiden Teams am Ende torlos mit 0:0.

PATRICK BITZER

Fussball. „Schade“, so die erste Reaktion von Aadorf Trainer Stahel unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Mit etwas mehr Wettkampfglück hätten wir heute den Leader stürzen können und hätten durchaus verdient drei Punkte mit nach Hause genommen.“ Damit lag der Aadorfer Übungsleiter mit seinem Fazit zur Partie durchaus richtig. Über die gesamte Partie hinweg waren die Gäste näher an einem Torerfolg als ihr Gegenüber und hatten mit der Grosschance von Holenstein nach gut siebzig Minuten den Sieg gar auf dem Fuss.

Vorsichtiges abtasten
Auf dem gut bespielbaren Terrain auf der Bronschhofer Ebnet entwickelte sich rasch einmal eine ansehnliche 3. Liga Partie, jedoch weitgehend geprägt von taktischen Abtasten auf beiden Seiten. Das Heimteam hatte am vergangenen Wochenende nach einem spektakulären Schlagabtausch das Spitzenspiel gegen Eschenbach mit 4:3 gewonnen und damit die Tabellenführung erobert. Auf der anderen Seite hatten die Gäste aus Aadorf nach dem 4:2 Heimsieg gegen Weinfelden-Bürglen ebenfalls Moral getankt und nahmen sich für die Partie beim Leader einiges vor. Kopflos nach vorne wollte dann aber weder der SCB noch der SCA stürmen. Der Respekt vor der individuellen Klasse einzelner Akteure war auf beiden Seiten deutlich spür- und sichtbar. Bei Ballbesitz des Gegners wurden beidseitig äusserst pflichtbewusst die Räume eng gemacht, sodass die angreifende Mannschaft kaum Möglichkeiten hatte, sich zu entfalten. Gefährliche Aktionen vor den beiden Toren blieben deshalb in den ersten 45 Minuten Mangelware. Die beiden Schlussmänner Hagman und Bitzer verbrachten bis dahin einen geruhsamen Abend.

Lucky Punch glückt nicht
Unter der Leitung des äusserst souverän pfeifenden Unparteiischen startete auch die zweite Halbzeit zunächst wieder mit einem gegenseitigen Abtasten. Man neutralisierte sich gegenseitig über weite Strecken. Mit dem Anbruch der der Schlussviertelstunde kam dann aber doch noch etwas Pfeffer in die Partie. Nach einem herrlichen Steilpass von Ammann tauchte Routinier Holenstein alleinstehend vor SCB Keeper Hagman auf. Der SCA Stürmer hatte den gegnerischen Schlussmann beinahe schon umlaufen, als dieser mit einer starken Intervention die Kugel in letzter Sekunde doch noch vom Fuss des Angreifers wischen konnte und damit die Topchance zu Nichte machte. Das Heimteam verzeichnete seinerseits nur wenig später seine beste Chance, als Michels Hereingabe im Gästestrafraum nur knapp an Freund und Feind vorbei zischte. Auf Seiten der Aadorfer fasste sich kurz vor Schluss Aussenverteidiger Schreiber nochmals ein Herz und setzte zu einem 30 Meter Sololauf an. Die beherzte Aktion fand aber kurz vor dem Eindringen in den Strafraum doch noch einen Störfaktor in Form eines SCB Verteidigers, sodass auch diese Aktion nicht vom Erfolg gekrönt wurde. Damit fand eine über weite Strecken ausgeglichene Partie am Ende keinen Sieger, wobei der SCA auf die gezeigte Leistung sicherlich positiv zurückblicken darf.

SC Bronschhofen  – SC Aadorf  0:0 (0:0) – Ebnet – 120 Zuschauer – SR: Sascha Büsch.
SC Bronschhofen: Hagman; Wild, Petrovic (82. Schwager), St. Ott, M. Ott; Flammer (75. Näf), Kliebens, Maier, Bortoluzzi (70. Michel); Kaiser, Dancic. SC Aadorf: Bitzer; Fischbacher, Moser, Bannwart, Schreiber; Meier; Gianforte (90. Streich), Christen, Luginbühl, Ammann; Holenstein (82. Lima). Verwarnungen: 53. Wild (Unsportlichkeit), 70. Fischbacher (Foul), 74. Flammer (Foul).

SCA mit grosser Moral zum Heimsieg

Der SC Aadorf gerät im Spiel gegen den FC Weinfelden-Bürglen zunächst im neunten Saisonspiel zum sechsten Mal in einen Rückstand, beweist in der Folge aber Moral und dreht die Partie zu seinen Gunsten.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Beim SCA war man sich im Vorfeld über die Bedeutung dieser Partie im Klaren. Mit einer weiteren Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten aus der hinteren Tabellenregion würde sich die Lage zunehmend verschlechtern, es würde ein ungemütlicher Winter drohen. Dementsprechend viel hatte sich die Mannschaft von Cheftrainer Stahel für das Heimspiel gegen den FC Weinfelden-Bürglen vorgenommen. Nach dem Punktgewinn vor Wochenfrist auswärts im Toggenburg sollte zuhause dreifach gepunktet werden.

Einmal mehr im Rückstand

Wie so oft in der laufenden Spielzeit gelang es den Aadorfern jedoch nicht, wunschgemäss in die Partie zu finden. Nach einer zunächst ausgeglichenen Startviertelstunde präsentierte man sich defensiv zu wenig konsequent und kassierte dafür prompt die Quittung. Weinfeldens Rechsteiner nutzte die ihm gewährten Freiräume im Strafraum eiskalt aus und schlenzte die Kugel in der 15. Minute sehenswert über SCA Keeper Bitzer hinweg zum 0:1 in die Maschen. Im Gegensatz zu vergangenen Spielen in dieser Saison liess der SCA den Schock dieses Mal aber nicht auf sich sitzen sondern reagierte postwendend. Drei Zeigerumdrehungen nach dem ersten Treffer für die Gäste war das Skore bereits wieder ausgeglichen. Ein präzis getretener Freistoss von Gianforte wurde im Strafraum der Gäste per Kopf verlängert, sodass Captain Christen am hinteren Torpfosten freistehend zum Abschluss kam und die Kugel zum Ausgleich über die Linie drückte. Offensiv schien das Heimteam nun endgültig warm gelaufen zu sein. In der verbleibenden halben Stunde bis zum Pausentee kreierte der SCA gleich mehrere gute Aktion, scheiterte jedoch mit den Abschlüssen von Holenstein und Gianforte beide Male knapp. Defensiv hingegen mussten sich die Platzherren bis zum Pausenpfiff einen weiteren Schnitzer zugestehen und lagen deshalb nach dem ersten Umgang mit 1:2 im Rückstand. Babic hatte in der 22. Minuten mit seinem Treffer die erneute Führung für die Gäste markiert.

Wende gelingt

Der Frust der Aadorfer musste zur Pause gross gewesen sein. Nicht zum ersten Mal in der laufenden Saison genügte die abgelieferte Leistung der ersten 45 Minute nicht, um in dieser ausgeglichenen 3. Liga Gruppe 4 erfolgreich zu sein. Trainer Matthias Stahel schien allerdings die richtigen Worte gefunden zu haben, war es doch das Heimteam, welches nach dem Seitenwechsel zunehmend an Spielanteilen gewann und den Gegner in der eigenen Platzhälfte einschnürrte. 55 Minuten waren absolviert, als der agile Gianforte mit seinem Hammer aus rund 20 Metern die Partie wieder ausglich. Mit dem erneuten Ausgleich wurde die Partie nun zunehmend hektischer. Der SCA seinerseits gab sich mit dem Remis nicht zufrieden und drückte aufs Tempo. Dies schien jedoch den Gästen aus Weinfelden nicht sonderlich zu bekommen, worauf sie in der Folge vermehrt durch verbale Provokationen und wiederholende Foulspiele negativ auffielen. Das Heimteam liess sich zur Freude seiner Fans davon aber nicht beeindrucken und suchte mit zunehmender Konsequenz den angestrebten Heimsieg. Es war nach 81 gespielten Minuten am stark aufspielenden Christen, seine Mannschaft mit dem zweiten persönlichen Treffer an diesem herbstlich nassen Samstag, zum Sieg zu schiessen. Wie schon beim 1:1 ging dem Treffer ein Freistoss an der Strafraumgrenze voraus. Der SCA Captain reagierte auf den Abpraller am schnellsten und stocherte die Kugel mit letzter Konsequenz zum Game-Winning Goal in die Maschen. Dank dem Treffer von Youngster Ammann zum 4:2 blieb dem SCA eine nervenaufreibende Nachspielzeit erspart, der wichtige Heimsieg war nach hart umkämpften 93 Minuten und dem Schlusspfiff des Unparteiischen endlich Tatsache.

SC Aadorf – FC Weinfelden-Bürglen 1a 4:2 (1:2) – Unterwiesen – 100 Zuschauer – SR: Sahiti. Tore: 15. Rechsteiner 0:1, 18. Christen 1:1, 25. Babic 1:2, 55. Gianforte 2:2, 81. Christen 3:2, 90. Ammann 4:2. SC Aadorf: Bitzer; Fischbacher, Moser, Meier, Schreiber (85. Incontrada); Ebneter; Farkas (77. Lima), Christen, Gianforte, Ammann (90. Krijan); Holenstein. FC Weinfelden-Bürglen: Schmid; Zbinden, Sennhauser, J. Fröhli, Cricco (80. Samb); Rosa, Besimo, Wick, Rechsteiner (65. Dauti); Meresi, Babic. Verwarnungen: 23. Besimo (Foul), 39. Fröhli (Foul), 69. Bitzer (Unsportlichkeit), 69. Meresi (Unsportlichkeit), 75. Babic (Reklamieren), 76. Farkas (Foul). Platzverweis: 85. J. Fröhli (Reklamieren).

Steigerungslauf reicht zum Punktgewinn

Nach einer zunächst dürftigen ersten Halbzeit steigert sich der SC Aadorf nach dem Pausentee und holt auswärts gegen Wattwil-Bunt einen Punkt. In der Tabelle verbleiben die Thurgauer jedoch weiterhin in den hinteren Rängen klassiert.

PATRICK BITZER

Fussball. Analysiert man den bisherigen Saisonverlauf des SCA, so kommt man kaum zu einem klaren Fazit. Gute Phasen wechseln sich in regelmässigen Abständen mit deren Pendants ab. Genauso wie die Aadorfer immer mal wieder mit gefälligem Kombinationsfussball und schnörkellos vorgetragenen Angriffen zu gefallen wissen, so verfallen sie zwischenzeitlich auch regelmässig in einen kollektiven Tiefschlaf und bringen kaum ein Bein vors andere. Was unter dem Strich resultiert, scheint oftmals auch etwas dem Zufall überlassen. Dementsprechend wiederspiegeln sich die Resultate in dieser Saison. Auf einen Sieg folgen Punktetrennungen oder Niederlagen, welche wiederum einen ansprechenden Tabellenplatz verhindern.

Wattwil-Bunt legt vor

In der Startphase der Partie zwischen dem FC Wattwil-Bunt und dem SCA zeichnete sich zunächst keine Tendenz ab, wer am Ende des Tages das bessere Ende für sich behalten sollte. Die Ballbesitz Anteile gestalteten sich ausgeglichen, wenn auch das Heimteam im Spiel nach vorne mehr Gefahr ausstrahlte. Wattwil-Bunts Torgarant Huber war es, welcher mit seinen wuchtigen Antritten die Aadorfer Hintermannschaft das eine oder andere Mal vor Probleme stellte. Die Aufsässigkeit der Toggenburger sollte sich nach gut zwanzig Minuten auszahlen. Der omnipräsente Huber luchste seinem Gegenspieler an der Strafraumgrenze den Ball ab und legte anschliessend mustergültig für den bereit stehenden Bollhalder auf. Letzterer fackelte nicht lange und markierte mittels sattem Schuss das 1:0 für seine Farben. In den verbleibenden zwanzig Minuten bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich die beiden Teams über weite Strecken. Für die Gäste bot sich einzig kurz vor dem Pausenpfiff die Möglichkeit das Score auszugleichen. Nach einem präzisen Zuspiel in die Tiefe konnte der einheimische Verteidiger in letzter Sekunde vor dem heranrauschenden SCA-Stürmer Holenstein klären.

SCA kommt besser in Fahrt

Im achten Saisonspiel sahen sich die Thurgauer somit bereits zum fünften Mal mit einem Rückstand konfrontiert. Ernsthaft darauf reagieren oder die Partie gar drehen konnte der SCA in der bisherigen Spielzeit noch gar nie. Kampflos mit einer weiteren Niederlage abgeben wollten sich die Aadorfer an diesem herbstlichen Samstag aber offensichtlich nicht. Die Gäste kamen nach dem Seitenwechsel zunehmend besser auf, verloren allen voran im Spielaufbau nicht mehr so viele Bälle wie noch in Halbzeit 1 und gewannen dadurch deutlich an Sicherheit. Die mitgereisten SCA Fans mussten sich bis zur 74. Minute gedulden, ehe die Gäste zurück im Spiel waren. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Aadorfer blitzschnell um und schickten mittels schönem Zuspiel Gianforte in die Tiefe. Der schnelle Flügelspieler wusste seine Chance zu nutzen und schlenzte den Ball zum 1:1 Ausgleich in die Maschen. Ein Verteidiger versuchte zwar unmittelbar vor der Linie noch zu klären, konnte den Ball aber nur noch unbedeutend ins eigene Tor ablenken. Sinnbildlich für den bisherigen Saisonverlauf gelang es den Gästen in der Folge aber nicht, den gewonnen Drive mit in die Schlussviertelstunde zu nehmen. Ganz im Gegenteil, am Ende musste der SCA wiederum froh sein, einen Punkt mit aus dem Toggenburg genommen zu haben. FCWB Stürmer Huber hatte in den Schlussminuten den Sieg gleich zweimal auf dem Fuss. Zunächst setzte er sich im Laufduell gegen seinen Bewacher unwiderstehlich durch, scheiterte aber mit seinem Abschluss am mirakulös parierenden SCA Keeper A. Bitzer. Nur Momente später mutierte der Aadorf Schlussmann beinahe zum tragischen Helden. In der Nachspielzeit traf er bei einem Abstossversuch mehr Rasen als Ball. Huber lauerte genau auf solch eine Chance, zog alleine auf den Gästekeeper los, schob den Ball aber zum grossen Entsetzen der einheimischen Fans am rechten Torpfosten vorbei.


FC Wattwil-Bunt  – SC Aadorf  1:1 (1:0) – Grüenau – 100 Zuschauer – SR: (unbekannt). Tore: 24. Bollhalder 1:0, 74. Gianforte 1:1. FC Wattwil-Bunt: Nägeli; Ra. Bollhalder, Mladenovic, Büsser (75. Ro. Bollhalder), Grämiger; Marino, Bechtiger (81. Ibraimi), Schneider, Monteiro (46. Scardanzan), Quinter; Huber. SC Aadorf: A. Bitzer; E. Moser, Streich, Hermann, Fischbacher; Ammann, Ebneter (64. Meier), Christen, Gianforte; Luginbühl (70. Ziegler), Holenstein. Verwarnungen: 29. Mladenovic (Foul), 66. Luginbühl (Foul), 87. Meier (Reklamieren).

Niederlage gegen das Schlusslicht

Der SC Aadorf zeigt sich nach zuletzt guten Leistungen wieder einmal von seiner schwachen Seite und verliert zuhause gegen das Tabellenschlusslicht Linth 04 II mit 0:1. Nach frühem Rückstand waren die Thurgauer über die gesamte Spielzeit hinweg zu keiner Reaktion fähig.

PATRICK BITZER

Fussball. Die Partie begann für das Team von Cheftrainer Stahel denkbar schlecht. Die Matchuhr hatte noch keine ganze Umdrehung zurückgelegt, da lag der Ball bereits in den Maschen. Trotz Anspielrecht und daraus resultierendem Ballbesitz brachten sich die Einheimischen gleich mit der ersten Aktion selber unter Druck. Die Ballstafette rückwärts bis zum eigenen Torhüter ging prompt schief und der missglückte Abschlag von Keeper A. Bitzer landete in den Füssen eines Linth Akteurs. Dieser nutzte den kollektiven Tiefschlaf der Aadorfer umgehend aus und legte quer auf den freistehenden Obradovic. Dessen Abschluss wurde noch leicht abgefälscht und fand dadurch den Weg zum frühen 0:1 in die Maschen. Es sollte sogleich die Entscheidung in dieser Partie sein.

SCA zu wenig zwingend

Vom frühen Schock sichtlich gelähmt, gelang es dem Heimteam in der Folge nur selten, den physisch sowie spielerisch limitierten Gegner ernsthaft vor Probleme zu stellen. Im Spielaufbau der Aadorfer war deutlich zu wenig Bewegung sichtbar, als das die Bemühungen hätten fruchten können. Oftmals blieb dem spielaufbauenden Verteidigerduo nichts anderes übrig, als den Ball weit nach vorne zu schlagen. Das mag durchaus ein probates Mittel zum Erfolg sein, jedoch gälte es dann, die wichtigen zweiten und dritten Bälle für sich zu entscheiden. Auch hier vermochte der SCA zu keiner Zeit zu überzeugen und vergab dadurch die Möglichkeit, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Ziegler kam einem Torerfolg in der ersten Halbzeit noch am nächsten. Zweimal setzte er sich im Strafraum energisch gegen seinen Bewacher durch, war in der Folge beim Abschluss jedoch viel zu harmlos. Die Gäste ihrerseits gaben sich mit der knappen Führung mehr als nur zufrieden und spekulierten bereits früh mit einem möglichen Minimalerfolg.

Druckphase nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel folgte die beste Phase des Heimteams. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gelang es dem SCA, während zehn Minuten konsequent auf das Tempo zu drücken und sich immer wieder am gegnerischen Strafraum festzusetzen. Die beiden Abschlüsse des jungen Gianforte sollten jedoch auch nicht von Erfolg gekrönt sein und dennoch keimte bei den heimischen Fans etwas Hoffnung auf. Das Aadorfer Strohfeuer war allerdings von kurzer Dauer. Dem FC Linth 04 II gelang es nach überstandener Druckphase, das Spiel weitgehend vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Es entwickelte sich in den verbleibenden 30 Minuten eine Partie mit viel Kampf und wenig Glanz. Schiedsrichter Smajovik trug mit seinem teils überheblichem Verhalten ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass die Fairness in der Folge immer mal wieder auf der Strecke blieb. Linths Torschütze zum 0:1, Daniel Obradovic, vergab fünf Minuten den Titel des „Man oft he Match“ gleich selbst. In der Erwartung eines Aadorfer Eckballs schlug er seinen Gegenspieler ins Gesicht und wurde folgerichtig frühzeitig unter die Dusche geschickt. Er wird wohl die kommenden Wochen eher abseits des Fussballplatzes verbringen. Da auf Seiten der Einheimischen auch die letzten Bemühungen nicht vom Erfolg gekrönt waren, blieb es bis zum Schluss beim knappen Auswärtserfolg zugunsten des Linth 04 II. Acht gelbe sowie eine rote Karte verdeutlichen, was die Fans an diesem herbstlich schönen Samstag zu sehen bekamen. Eine über weite Strecken äusserst durchschnittliche 3. Liga Partie welche eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

SC Aadorf – FC Linth 04 II 0:1 (0:1) – Unterwiesen – 100 Zuschauer – SR: Smajovik. Tore: 1. Obradovic 0:1. SC Aadorf: A. Bitzer; Sezer (46. Ammann), Streich, Bannwart, Meier (75. Fischbacher); Ebneter; Gianforte, Christen, Luginbühl, Ziegler (65. Farkas); Holenstein. FC Linth 04 II: Miljic; Rhyner, Matosevic, Bänz, Mohni; Carrubba, Obradovic, Bisig (70. Gössi), April; Asani (85. Treveri), Petrovic (55. Landolt). Verwarnungen: 13. Bänz (Foul), 16. Petrovic (Reklamieren), 20. Meier (Foul), 26. Ziegler (Unsportlichkeit), 41. Carrubba (Foul), 45. Streich (Reklamieren), 80. Obradovic (Reklamieren), 83. Luginbühl (Foul). Ausschlüsse: 85. Obradovic (Tätlichkeit).

SCA feiert Sieg in letzter Sekunde

Auswärts gegen den FC Bütschwil gelingt dem SC Aadorf nach einem hart umkämpften Spiel dank eines Treffers in der 93. Spielminute ein verdienter 0:1 Auswärtserfolg. Die Thurgauer bestätigen damit ihren Aufwärtstrend.

PATRICK BITZER

Fussball. Die Duelle zwischen den beiden Teams aus Aadorf und Bütschwil waren die vergangenen Jahre stets geprägt von grossem Kampf. Nachdem man letzte Saison erstmals nach vielen Jahren nicht in der gleichen Gruppe eingeteilt war, kam es heuer wieder einmal zum prestigeträchtigen Duell beider Teams. Auf schwer bespielbarem Untergrund sollte sich schon bald eine kampfbetonte Partie mit wenig spielerischen Höhepunkten entwickeln.

Ruppiger Start

Auf los geht’s los. Kaum war die Partie angepfiffen, waren die ersten hart geführten Zweikämpfe auch schon Tatsache. FCB Captain Sennhauser schien dabei etwas übermotiviert und fiel innert Minuten durch zwei grobe Foulspiele auf. Das Heimteam musste froh sein, ihren Spielführer nicht bereits nach wenigen Minuten durch einen Platzverweise verloren zu haben. Der Unparteiische bewahrte jedoch kühlen Kopf, verwarnte den heimischen Akteur und brachte so etwas Ruhe ins Spiel. Spielerisch vermochten allerdings auch in der Folge beide Mannschaften nur selten zu überzeugen. Es waren eher die Gäste aus Aadorf, welche zunehmend besser in Fahrt kamen und das Spiel zu kontrollieren begannen. Die grösste Chance zur Führung für den SCA vergab der erst 16-Jährige Farkas, nachdem er vom spielstarken Luginbühl mustergültig in die Tiefe lanciert wurde. Im Duell Mann gegen Mann behielt dann aber Bütschwil Keeper Oswald die Oberhand und parierte den Abschluss des Aadorfers mustergültig. Auf der Gegenseite kreierte der FC Bütschwil nur selten gefährliche Angriffe. Die Defensive der Gäste aus dem Thurgau zeigte sich stets auf der Höhe ihrer Aufgabe und war über weite Strecken Herr der Lage.

Lucky Punch

Das Geschehen auf dem Platz änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht nennenswert. Der SCA führte spielerisch die feinere Klinge, liess aber vor dem Tor jeweils dann doch die nötige Präzision vermissen und konnte so vorerst nicht reüssieren. Die Bütschwiler ihrerseits beschränkten sich auf ihre solide Defensivarbeit und operierten nach vorne praktisch ausschliesslich mit hohen Bällen. Die grösste Gefahr auf den Kasten von Aadorf Keeper Stäger resultierte jeweils aus stehenden Bällen. Nach rund einer Stunde zischte ein Bütschwiler Freistoss aus gut und gerne 30 Metern nur knapp am Lattenkreuz vorbei. Mehr wollte dem Heimteam an diesem herbstlichen Sonntag im Spiel nach vorne nicht gelingen. Bei den Gästen jedoch hatte man stets das Gefühl, dass ein Treffer im Bereich des Möglich liegen würde. Die mitgereisten Fans wurden richtiggehend auf die Folter gespannt, konnten ihrem Team aber in allerletzter Minute doch noch zujubeln. Innenverteidiger Streich lancierte mit einem mustergültigen Ball über die Abwehr hinweg den freistehenden Gianforte. Letzterer brillierte mit einer perfekten Ballannahme sowie Mitnahme und schlenzte in der Folge die Kugel unhaltbar am Bütschwiler Schlussmann vorbei in die Maschen. Ein sehenswerter Schlusspunkt, welcher den SCA nach zunächst schwachem Saisonstart weiter zurück auf die Erfolgsspur bringt.

 

FC Bütschwil  – SC Aadorf  0:1 (0:0) – Breite – 120 Zuschauer – SR: (unbekannt). Tore: 93. Gianforte 0:1. FC Bütschwil: Oswald; Mazenauer (71. Oberholzer), Fäh, Looser, Schönenberger; Wiprächtiger, Manser, Aschwanden; Fust; Sennhauser, Waldvogel. SC Aadorf: Stäger; Sezer, Bitzer (14. Streich), Bannwart, Meier; Ebneter; Gianforte, Christen, Luginbühl, Farkas (46. Ziegler); Holenstein (75. Lima). Verwarnungen: 4. Sennhauser (Foul), 61. Luginbühl (Foul), 67. Holenstein (Reklamieren), 68. Ebneter (Foul).

Ein erster Befreiungsschlag

Nach einem schwachen Saisonstart mit lediglich einem Punkt aus vier Spielen, kann der SC Aadorf zur Halbzeit der Vorrunde endlich den ersten Saisonsieg feiern. Im Derby gegen den FC Eschlikon überzeugt der SCA über weite Strecken und gewinnt am Ende verdient mit 4:0.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Die Erleichterung stand den Aadorfern nach dem Schlusspfiff deutlich ins Gesicht geschrieben. Nach zuletzt vier frustrierenden Wochen ohne ein Erfolgserlebnis gelang dem Team von Cheftrainer Stahel gegen Eschlikon ein erster Schritt in die gewünschte Richtung. Defensiv solid und im Spiel nach vorne immer wieder mit guten Aktionen. Der SCA legte dadurch die Basis zum ersten Saisonsieg.

 

Traumtor zur Führung

 

Das Terrain, vom heissen Sommer immer noch sichtlich gezeichnet, liess kaum ein gepflegtes Fussballspiel zu und so entwickelte sich bereits von Beginn weg eine Partie mit vielen langen Bällen in die Sturmspitzen beider Mannschaften. Das Heimteam machte dabei die deutlich bessere Falle. Hinten bekundete der SCA kaum Mühe, die Angriffsbemühungen der Eschliker zu entschärfen und offensiv verzeichneten die Platzherren selbst immer wieder gute Aktionen. Nach einem dieser langen Zuspiele in die Tiefe zog Holenstein los, wurde aber noch vor der Ballannahme durch den herauseilenden FCE Keeper Grüter gestoppt. Letzterer klärte bei dieser Aktion den Ball ausserhalb des Strafraums mit dem Arm, was der sonst meist souverän pfeifende Schiedsrichter Neuenschwander jedoch übersah. Nur Minuten später kam es wieder zum Duell Grüter / Holenstein. Der SCA Stürmer kam nach einem schönen Zuspiel von Bitzer zum Abschluss, sah seinen Versuch jedoch erneut abgewehrt. Es brauchte nach 32 Minuten ein Geniestreich, damit das Heimteam zum ersten Treffer kam. Der quirlige Ammann überlistete mit seinem Schuss aus 35 Metern die gesamte FCE Defensive inklusive Torhüter und markierte auf sehenswerte Art und Weise das 1:0. Beflügelt vom Führungstreffer drückten die Einheimischen weiter aufs Tempo und kamen fünf Minuten vor dem Pausenpfiff zu ihrem zweiten Treffer. Holensteins dritter Versuch an diesem spätsommerlichen Samstag war nun vom Erfolg gekrönt. Nach einem Gewühl im Eschlikoner Strafraum reagierte der Routinier am schnellsten und schoss zum 2:0 ein.

Umstrittene Szene

Nach dem Seitenwechsel sollte die stärkste Phase der Gäste folgen. Mit der Wut im Bauch war Eschlikon in den folgenden Minuten bemüht, den eingehandelten Rückstand wett zu machen. Die SCA Defensive liess sich allerdings nicht überrumpeln und Stand ihren Mann weitgehend souverän. Lediglich in der 55. Minute, als Bannwart im Strafraum gegen Häni das Bein stehen liess, galt es einen kritischen Moment zu überstehen. Der Unparteiische entschied überraschender Weise auf Vorteil für Eschlikon, obwohl ein solcher nicht klar auszumachen war. Das korrekte Verdikt hätte in dieser Situation eigentlich Penalty heissen müssen. In der Folge fing sich das Heimteam wieder und investierte seinerseits zunehmend in die Offensive. 70 Minuten waren gespielt, als die Aadorfer den Mist nach Hause führten. Bannwarts präziser Eckball nickte Bitzer zum vorentscheidenden 3:0 in die Maschen. Den Schlusspunkt setzte in der 79. Minute aber SCA Captain Christen. Über Ammann und Gianforte kam der Ball zum völlig freistehenden Mittelfeldakteur, welche die Kugel trocken zum Schlussresultat von 4:0 in die Maschen hämmerte.

Über die gesamte Partie gesehen geht der Derbysieg der Aadorfer auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Eschlikon verzeichnete, abgesehen von der Penaltyszene, kaum gefährliche Aktionen im Spiel nach vorne. Der SCA seinerseits präsentierte sich mannschaftlich geschlossen und vor dem gegnerischen Tor äusserst kaltblütig.

SC Aadorf – FC Eschlikon 4:0 (1:0) – Unterwiesen – 120 Zuschauer – SR: Neuenschwander. Tore: 32. Ammann 1:0, 40. Holenstein 2:0, 70. Bitzer 3:0, 79. Christen 4:0. SC Aadorf: Stäger; Meier, Bitzer, Bannwart, Fischbacher; Ebneter; Farkas (68. Ziegler), Christen, Gianforte (85. Sezer), Ammann; Holenstein (80. Incontrada). FC Eschlikon: Grüter; Oberhänsli, Schneider, Büchi, Baumberger; Müller (46. Baumann), Ziltener, Huber, Hegglin (46. Schneider); Schüepp, Häni (70. Millhäusler). Verwarnungen: 56. Ziltener (Reklamieren), 75. Huber (Reklamieren).

Erneute Niederlage für den SCA

Der SC Aadorf bleibt auch nach vier Runden weiterhin sieglos und verliert auswärts beim FC Netstal mit 3:2. Hätten die Glarner ihre Chancen effizienter genutzt, wäre die Niederlage vermutlich deutlich höher ausgefallen.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Wer erst einmal in eine Negativspirale gerät, kommt da meist nicht mehr so leicht hinaus. Dieses bittere Schicksal widerfährt aktuell auch dem SCA. Furios in die Meisterschaft gestartet, im Auftaktspiel eine knappe Stunde lang nach Belieben dominiert und auch resultatmässig verdient geführt, folgte danach wie aus heiterem Himmel ein Bruch, welcher die Thurgauer nunmehr seit über drei Wochen wie ein Gespenst begleitet. Wie schon vor Wochenfrist gegen Kirchberg lag der SCA auch auswärts in Netstal bereits nach wenigen Zeigerumdrehungen im Rückstand. Nicht gerade optimal, um aus einem Formtief zu finden.

Netstal mit optimalem Start

Vier Minuten waren absolviert, als das Heimteam auf einfachste Weise einen Einwurf in der eigenen Platzhälfte zum frühen 1:0 umwandelte. Letztendlich konnte Jashari alleine auf SCA Keeper Stäger losziehen und nutzt die Chance eiskalt zum frühen Führungstreffer. Vorausgegangen war bei den Gästen gleich zweimal mangelnde Defensivarbeit, sodass die Glarner mit minimalem Aufwand zum ersten Treffer der Partie kamen. In der Folge entwickelte sich auf matschigem Untergrund eine kampfbetonte Partie, mit Aktionen auf beiden Seiten. Die Gäste schienen sich langsam aber sicher vom frühen Schock zu erholen und drückten ihrerseits auf den Ausgleichstreffer. Der FC Netstal blieb bei seinen Gegenstössen allerdings stets brandgefährlich und kam immer wieder zu hochkarätigen Torchancen. Ein zweiter Treffer blieb den Glarnern allerdings vorerst verwehrt. Auf der Gegenseite rettete bei Mosers Abschluss der Pfosten für den bereits geschlagenen Schlussmann D’Onforio. Der Ausgleich sollte im Anschluss dennoch fallen. Nach einem mustergültig vorgetragenen Konter über Luginbühl und Ammann überwand Gianforte den gegnerischen Keeper mittels schönem Schlenzer zum 1:1. Dieses Resultat hatte dann aber gerade Mal sechs weitere Zeigerumdrehungen Bestand. 34 Minuten waren gespielt, als Jashari zum Doppeltorschützen mutierte. Nach einem gewonnenen Zweikampf im Zentrum des Spielfelds zog ein Netstaler Angreifer unwiderstehlich los, degradierte sämtliche Aadorfer zu Zuschauern und schloss am Ende im Strafraum wuchtig ab. Schlussmann Stäger, als Aushilfskraft für den verletzten Stammgoalie A. Bitzer einmal mehr der Beste seines Teams, konnte zunächst abwehren, war dann aber gegen den Nachschuss von Jashari machtlos – 2:1.

Aadorf kämpft glücklos

Kaum war die Partie nach dem Seitenwechsel wieder angepfiffen, hätte das Heimteam den Sack bereits zu machen können. Die Gäste aus Aadorf, gewillt den Rückstand wett zu machen, stürmten sofort und etwas unbedacht ins Pressing und wurden von den Platzherren sogleich eiskalt erwischt. Sevic brachte jedoch das Kunststück fertig und beförderte den Ball freistehend vor dem Tor über die Querlatte. Als B. Toprakkale nur einige Sekunden später seinen Kopfball ebenfalls völlig freistehend am Gehäuse vorbei köpfte, schien das Nervenkostüm der Netstaler langsam aber sicher angespannt zu sein. Erst sechs Minuten später sollte die Anspannung wieder fallen. Lopes reagierte auf einen Abpraller am schnellsten und netzte aus kurzer Distanz zum 3:1 ein. Vorausgegangen war allerdings beim Abschluss von Jashari eine klare Offsideposition, welche der Unparteiische nicht als solche wertete. Der Gast aus dem Thurgau wurde somit bei seinem Unterfangen, die Partie in Umgang zwei noch zu drehen, früh entscheidend gebremst. Zwar hatten die Aadorfer in der letzten halben Stunde deutlich mehr vom Spiel, zeigten sich im Abschluss aber zu wenig konsequent, um die Bemühungen in zählbare Tore umzuwandeln. Zehn Minuten vor Schluss prallte zudem Bannwarts Freistoss von der Querlatte zurück ins Feld, der Anschlusstreffer wollte partout nicht gelingen. Zwar realisierte der eingewechselte Lima diesen Treffer dann doch noch, es blieb aber im Anschluss zu wenig Zeit, um doch noch einen Punkt aus dem Zigerschlitz zu entführen. Netstal sicherte sich am Ende einen verdienten 3:2 Heimerfolg.

FC Netstal  – SC Aadorf  3:2 (2:1) – Oberstufenzentrum Necker – 100 Zuschauer – SR: Brand. Tore: 4. Jashari 1:0, 28. Gianforte 1:1, 34. Jashari 2:1, 52. Lopes 3:1, 87. Lima 3:2. FC Netstal: D’Onforio; Pfeiffer, Mühlethaler, Ö. Toprakkale (76. Schüepp); Zweifel; Lopes, B. Toprakkale (86. Kartal), Contardi, Murati; Jashari, Sevic (78. Conte). SC Aadorf: Stäger; Moser (55. Incontrada), P. Bitzer, Sezer, Moser; Christen (58. Farkas), Bannwart, Ebneter; Gianforte, Luginbühl (84. Lima), Ammann. Verwarnungen: 20. Bannwart (Foul), 29. Luginbühl (Foul), 29. Mühlethaler (Foul), 37. Ö. Toprakkale (Foul), 52. P. Bitzer (Reklamieren), 73. Lopes (Foul).

Im Sog der Negativspirale

Der SC Aadorf bleibt auch nach dem dritten Spiel der neuen Saison 2015/16 weiterhin sieglos und verliert zuhause gegen den FC Kirchberg mit 1:2. Den Gästen reichte eine äusserst bescheidene Leistung, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Das Beispiel aus der Schweizer Super League, wo die Berner Young Boys trotz qualitativ hochstehendem Kader und ambitionierten Zielen aktuell kein Bein vor das andere bringen, kann zurzeit teilweise auch auf das Fanionteam des SC Aadorf abgewälzt werden. Zwar spucken die Thurgauer keine grossen Töne von wegen „Meisterschaft“ oder „Cupsieg“ und dennoch bleiben sie seit Wochen deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. So auch am vergangenen Samstag beim Spiel gegen den FC Kirchberg. Bereits nach sieben Minuten lag man im Rückstand und fand auch danach nie so richtig ins Spiel.

Sehenswerter Führungstreffer

Die Resultate aus den Meisterschaftsspielen gegen Schmerikon und Neckertal-Degersheim waren bereits äusserst unbefriedigend. Da kam dem Team von Cheftrainer Stahel der Cupsieg gegen Dorfnachbarn Eschlikon unter der Woche äusserst gelegen. Dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung und grossem Kampfgeist hatte man sich am Ende verdient mit 0:1 durchgesetzt. Nun galt es am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen Kirchberg den gewonnen Schwung mit in die Partie zu nehmen, um so endlich auch in der Meisterschaft ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Doch weit gefehlt, die Aadorfer liessen an diesem sommerlich heissen Nachmittag sämtliche Eigenschaften vermissen, um die ersten drei Punkte einzufahren. Sieben Minuten waren gespielt, als Kirchbergs Kuhn nach einem schönen Zuspiel seinem Bewacher enteilte und die Kugel sehenswert zum 0:1 in die Maschen schlenzte. Wiederum sah sich der SCA mit einem frühen Rückstand konfrontiert. Sicherlich auch den enorm hohen Temperaturen geschuldet, entwickelte sich fortan eine äusserst durchschnittliche 3. Liga Partie. Das Heimteam schien sich zwar vom frühen Schock mit Fortdauer der Partie zu erholen, verzeichnete seinerseits aber kaum nennenswerte Aktionen. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Holenstein nach rund 20 Minuten. Auf der Gegenseite verpasste es der Gast aus Kirchberg, bereits vor der Pause für eine Entscheidung zu sorgen. Zweimal innert Minutenfrist konnte ein Angreifer, nach individuellen Fehlern der Aadorfer, alleine auf Keeper Stäger zuziehen. Dieser jedoch entpuppte sich als Ausnahme innerhalb seiner Mannschaft und parierte zweimal in höchster Not.

Zurück im Spiel

Den SCA-Fans war es zum Haare raufen und manch einer freute sich wohl schon auf eine willkommene Abkühlung zur Halbzeit, als E. Moser seine Mannschaft zurück ins Spiel brachte. Praktisch mit dem Pausenpfiff verwertete der Aussenverteidiger ein schönes Zuspiel von Ammann zum 1:1 Ausgleich. Wer nach dem Pausentee nun eine weitere Leistungssteigerung der Platzherren erwartet hatte, sah sich schnell einmal getäuscht. Keines der beiden Teams war nach dem Seitenwechsel im Stande, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Und dennoch sollte noch ein Sieger auserkoren werden. Kirchberg nutzte in der 62. Minute die Gunst der Stunde, profitierte vom Aadorfer Tiefschlaf und traf nach einem eigentlich harmlosen Angriff zum siegbringenden 1:2. Torschütze Nagel erhielt dabei gleich zweimal die Gelegenheit, die Kugel im gegnerischen Kasten unter zu bringen, bevor er von einem heimischen Akteur daran gehindert worden wäre.

Die verbleibenden 30 Minuten brachten keine weiteren, nennenswerte Aktionen hervor und so entführte der FCK dank einer kämpferisch vorbildlichen Leistung die drei Punkte mit nach Hause ins Toggenburg.

SC Aadorf – FC Kirchberg 1:2 (1:1) – Unterwiesen – 70 Zuschauer – SR: Hayati Adem. Tore: 7. Kuhn 0:1, 45+1. E. Moser 1:1, 62. Nagel 1:2. SC Aadorf: Stäger; E. Moser, Meier, Christen, Gianforte; Farkas, Bannwart, Ebneter, Ammann; Lima (65. Krijan), Holenstein. FC Kirchberg: Iten; Pa. Brändle, Rohner, Dal Molin, Nagel; Schönenberger, Kuhn, Keller, Bürge (77. Pe. Brändle), Wyrsch (63. Müller); Kellenberger (15. Widmer). Verwarnungen: 62. Müller (Foul), 72. Krijan (Foul). Platzverweis: 91. Krijan (gelb/rot).

Der SCA kommt nicht in die Gänge

Nach der ärgerlichen Punkteteilung zum Saisonstart gegen Schmerikon musste der SC Aadorf am vergangenen Wochenende eine deutliche 3:0 Auswärtsniederlage gegen Neckertal-Degersheim einstecken.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Aus Sicht der Aadorfer darf der Saisonstart nach zwei Spielen durchaus als misslungen bezeichnet werden. Nebst den beiden schmerzlichen Resultaten, welche lediglich einen Punkt eingebracht hatten, kämpfen die Thurgauer bereits früh in der Meisterschaft mit der Verletzungshexe. Nichts desto trotz wäre auch im Spiel gegen den FC Neckertal-Degersheim durchaus mehr möglich gewesen.

Heimteam startet furios

Auf dem kleinen Platz im beschaulichen Necker war gleich von Beginn weg Feuer in der Partie. Die Gäste aus dem Thurgau versuchten vorwiegend über die Aussenbahnen vor das gegnerische Tor zu gelangen. Das Heimteam hatte sich allerdings schnell einmal auf diese Unterfangen eingestellt und kombinierte seinerseits selber durchaus gefällig vor den Kasten des SCA. Bereits die erste nennenswerte Aktion nach fünf Minuten führte zum 1:0. Nachdem sich die Platzherren über die rechte Seite mustergültig durchgespielt hatten, brauchte Bosshard in der Mitte auf die Hereingabe nur noch den Fuss hinzuhalten. Der Gegentreffer schien die Aadorfer zu verunsichern, brachten sie doch in den folgenden Minuten bis zum Ablauf der ersten 30 Minuten kaum mehr etwas auf die Reihe. Im Gegenteil, die Einheimischen drückten weiter aufs Tempo und gewannen den Grossteil der vielen Zweikämpfe. Daraus resultierten immer wieder gefährliche Abschlüsse. Es erstaunte so auch nicht, dass nach 22 Minuten der zweite Treffer für das Heimteam fiel. Nach einer schönen Kombination konnte SCA Keeper Reusser den heranrauschenden Stürmer nur noch regelwidrig von den Beinen holen. Manzo verwertete den fälligen Strafstoss souverän. Die Gäste konnten sich danach zwar steigern, bis zum Pausenpfiff des souverän pfeifenden Schiedsrichter Trzewik aber nur phasenweise Akzente setzen.

SCA ohne Wettkampfglück

Die Thurgauer schienen nach dem Seitenwechsel endgültig gewillt, den verpatzten Start in die Partie vergessen zu machen und mit einer deutlichen Leistungssteigerung doch noch Punkte aus dem Neckertal mit nach Hause zu nehmen. Lima, welcher nach 30 Minuten für den verletzt ausgeschiedenen Gianforte in die Partie kam, vergab nur Sekunden nach Wiederanpfiff ein erstes Mal aus aussichtsreicher Position. Der SCA kreierte in der Folge weitere Möglichkeiten, scheiterte beim Abschluss aber mehrfach am gegnerischen Schlussmann und mehrfach am eigenen Unvermögen. Wer kein Glück hat, bekommt meistens noch Pech dazu. Nach 70 Minuten schied mit Bitzer der zweite SCA Akteur verletzt aus und da die Aadorfer nach der Pause bereits einen zweiten Wechsel vollzogen hatten, war das Kontingent bereits frühzeitig erschöpft. Nichts desto trotz steckten die Gäste nicht auf und kreierten auch in der Folge weiter ihre Möglichkeiten. Zählbares resultierte daraus jedoch nichts und als Rüegg wenige Minuten vor dem Ende das 3:0 markierte, war der Mist endgültig geführt.

Die Aadorfer finden sich somit nach zwei Partien im unteren Tabellendrittel wieder und sind am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Kirchberg, welches die ersten beiden Spiele verloren hat, zu einem Sieg verdammt. Vorab steht am kommenden Mittwoch, 26. August auswärts noch die zweite Cup-Vorrunde, auswärts beim Dorfnachbarn Eschlikon, auf dem Programm.

FC Neckertal-Degershei – SC Aadorf  3:0 (2:0) – Oberstufenzentrum Necker – 100 Zuschauer – SR: Trzewik. Tore: 5. Bosshard 1:0, 22. Manzo 2:0 (Elfmeter), 89. Rüegg 3:0. FC Neckertal-Degersheim: Egger; Britt, Gübeli, Tanner, Pondini, Bosshard (90. Kreidler), Huynh (52. S. Lehmann), N. Lehmann, Rüegg, Manzo (84. Muric); Lenherr. SC Aadorf: Reusser; E. Moser, Bitzer (70. Thomann), Meier, Ammann, Gianforte (32. Lima), Christen (55. Schreiber), Bannwart, Ebneter; Farkas, Holenstein. Verwarnungen: 27. Bosshard (Foul), 29. Manzo (Foul), 46. Egger (Foul), 75. Thomann (Foul), 85. E. Moser (Foul)

SCA verschenkt Auftaktsieg

Zum Start der neuen 3. Liga Saison 2015/16 empfing der SC Aadorf auf heimischem Terrain den FC Schmerikon. Nachdem man letztes Jahr in verschiedenen Gruppen eingeteilt war, kam es somit nach einjährigem Unterbruch wieder zu einem stets umkämpften Duell gegen die Seebuben.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Mit hoch roten Köpfen und sichtlich gefrustet schritten die Aadorfer nach dem Schlusspfiff der gut pfeifenden Schiedsrichterin Stricker vom Platz. Trotz zwischenzeitlicher 2:0 Führung, nummerischer Überzahl und deutlicher höheren Spielanteilen gelang es den Thurgauern am Ende nicht, die drei Punkte aus dem Startspiel ins Trockene zu bringen. Der Gast aus Schmerikon seinerseits präsentierte sich an diesem regnerischen Samstag zwar nicht gerade von seiner fairsten Seite, kämpfte aber für den sportlichen Erfolg bis zur letzten Sekunde.

SCA früh in Front

Das Heimteam startete zunächst äusserst entschlossen in die Partie. Die Aadorfer stiegen konsequent in jeden Zweikampf, gaben keinen Ball verloren und rissen dadurch schon bald einmal das Zepter an sich. Die Gäste bekundete sichtlich Mühe mit der aufsässigen Spielweise ihres Gegners und sollte bis zum Pausenpfiff zu keiner einzigen, nennenswerten Aktion kommen. Ganz im Gegensatz zu den Thurgauern, welche den gewonnen Schwung aus den Startminuten gekonnt in Torerfolge umwandelten. Zwölf Zeigerumdrehungen hatte die Matchuhr zurückgelegt, als der junge Gianforte seine Farben mit 1:0 Führung schoss. Nach einem Freistoss von Bitzer setzte sich der quirlige Flügelspieler gekonnt gegen zwei Gegenspieler durch und schlenzte die Kugel zur verdienten Führung in die Maschen. Der SCA liess in der Folge weiter nicht locker und drückte vehement auf den zweiten Treffer. Luginbühl, in der ersten Halbzeit einer der auffälligsten Akteure auf Seiten der Gastgeber, stand nach 24 Minuten am Ursprung des zweiten Treffers. Nach einem schönen Solo wurde der Spielmacher zwar von den Beinen geholt, die Kugel landete dadurch aber direkt bei Holenstein, welcher freistehend im Strafraum zum Abschluss kam. FCS Hüter Pereira zeigte sich, im Gegensatz zu seinen Kollegen, hellwach und parierte den Abschluss mirakulös. Sinnbildlich für den Spielverlauf war es aber ein Aadorfer, welcher umgehend auf den Abpraller zur Stelle war und das 2:0 markierte. Bannwart liess sich nicht zweimal bitten und hämmerte die Kugel ins Netz.

Turbulente Szenen

Sich des gefährlichen Resultates wohl bewusst, schalteten die Aadorf nach dem Pausentee gleich nochmals einen Gang höher und drückten vehement auf den dritten Treffer. Dieser wäre wohl gleichbedeutend mit der definitiven Entscheidung gewesen. Trotz mehrerer hochkarätiger Chancen gelang es dem Team von Cheftrainer Stahel aber nicht, den Mist endgültig nach Hause zu führen. Und so sollte ein Unheil seinen Lauf nehmen, welches in dieser Art und Weise kaum vorstellbar war. Die Gäste reagierten ob der deutlichen Unterlegenheit gereizt und fielen fortan vermehrt durch Reklamationen und Unsportlichkeiten auf. Ein erster Platzverweis nach gut einer Stunde war die Folge, der zweite folgte nach einem Faustschlag in das Gesicht eines Gegenspielers nach 80 Minuten. In den zwanzig Minuten dazwischen, und das muss man dem FC Schmerikon zu Gute halten, glichen die Seebuben trotz nummerischer Unterzahl und kaum vorhandenen Spielanteilen, die Partie mittels zwei Treffer durch Kabashi und Pelivan aus. Die Aadorfer ihrerseits hatten ab der 60. Minute den Faden komplett verloren und liessen sich voll und ganz von ihrem, zunächst äusserst positiven, Weg abbringen. Der bereits sicher geglaubte Startsieg war damit futsch, der SCA und Schmerikon trennten sich nach einem turbulenten Spiel mit 2:2.

SC Aadorf – FC Schmerikon 2:0 (2:0) – Unterwiesen – 100 Zuschauer – SR: Stricker. Tore: 12. Gianforte 1:0, 24. Bannwart 2:0, 71. Kabashi 2:1, 80. Pehlivan 2:2. SC Aadorf: A. Bitzer; Ammann, E. Moser, P. Bitzer, Schreiber (89. Lima); Christen, Bannwart, Luginbühl; Farkas (56. Ziegler), Holenstein, Gianforte (76. Krijan). FC Schmerikon: Pereira; Peduto (67. Federspiel), Lindemann, Caduff, Gasser; Gojani, Pehlivan, Misirli (61. Kabashi), Marty; Lardo (46. Duschen), Polat. Verwarnungen: 51. Lindemann (Foul), 58. Polat (Unsportlichkeit). Ausschlüsse: 60. Polat (gelb/rot), 81. Federspiel (rot).