Sportclub Aadorf - since 1934
 

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SCA verliert in Neckertal knapp

Auswärts beim FC Neckertal-Degersheim verliert der SC Aadorf eine umkämpfte Partie knapp mit 3:2. Es ist damit bereits die zweite Niederlage im dritten Rückrundenspiel.

 

Aadorf Trainer Bitzer konnte nach Spielende nicht zufrieden sein. «Zwar sind wir auch heute wieder gut in die Partie gestartet, haben aber nach der frühen Führung zunehmend nachgelassen und sind dafür prompt bestraft worden. Unsere Reaktion in der Schlussviertelstunde war zwar lobenswert, kam jedoch zu spät und reicht in dieser Liga am Ende nicht, um Punkte zu gewinnen.»

Munterer Beginn
Auf dem verhältnismässig kleinen Spielfeld in Neckertal fanden sich die Gäste aus Aadorf zunächst erstaunlich gut zurecht. Mit schnellen Kombinationen wurden Ball und Gegner gut laufen gelassen. Der Lohn dafür folgte prompt. Nach einem herrlichen Zuspiel von Goli schlenzte Sacipi denn Ball nach zehn Minuten zur frühen Gästeführung in die Maschen. Die Freude bei den mitgereisten SCA Fans hielt aber nur kurz. Lediglich zwei Zeigerumdrehungen später landete der Ball auch auf der Gegenseite zum ersten Mal im Netz. Nach einem hohen Ball in den Strafraum und dem folgenden Luftduell zweier Akteure, verwertete Felix den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:1. Der schnelle Ausgleich verlieh dem FC Neckertal-Degersheim sichtlich Aufschwung. Mit schnörkellosem Fussball und vielen Zuspielen in den gegnerischen Strafraum verstand es das Heimteam, dem Gegner sein Spiel aufzudrücken. Die Gäste aus dem Thurgau rieben sich auf der Gegenseite an der heimischen Hintermannschaft immer wieder auf und fanden bis zum Pausenpfiff keinen Weg mehr zum Tor. Bestärkt wurde das Heimteam in seinem Bestreben auch der den Unparteiischen, welcher unzählige taktische Foulspiele ohne Verwarnungen durchgehen liess. Weil Neckertals Britt kurz vor dem Pausentee, nach einem weiteren Wirrwarr im SCA Strafraum, zum 2:1 traf, lagen die Gäste aus Aadorf zur Halbzeit gar zurück.

Reaktion folgt zu spät
Bei mittlerweile garstigen äusseren Bedingungen folgte nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff gleich die nächste kalte Dusche für den SCA. Nach einem Aadorfer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung wurde erneut Britt an der Strafraumgrenze freigespielt. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und überwand Aadorf Schlussmann Russo mit einem Schuss in die entfernte Torecke zum 3:1. Die drohende Niederlage wollten die Aadorfer dann aber doch nicht einfach so hinnehmen. Die Bitzer-Elf rappelte sich in der Folge nochmals auf, nahm das Zepter in die Hand und baute zunehmend Druck auf die gegnerische Defensive auf. Der ersehnte Anschlusstreffer liess allerdings minutenlang auf sich warten. 80 Minuten waren bereits absolviert, als Sacipi mit einem herrlichen Schlenzer und dem damit verbundenen 2:3, nochmals Hoffnung für sein Team aufkommen liess. Ein weiterer Treffer blieb dem SCA, trotz einiger guter Aktionen, dann aber verwehrt.

Über das Osterwochenende stehen keine Meisterschaftsspiele an. Der SC Aadorf konzentriert sich somit auf das folgende Heimspiel vom Samstag, 27. April gegen den FC Münchwilen. «Mit zwei Niederlagen und nur einem Sieg können wir bisher absolut nicht zufrieden sein. Beim nächsten Spiel stehen wir einmal mehr in der absoluten Pflicht und müssen gewinnen», so Trainer Bitzer mit Blick voraus.

Telegramm:

FC Neckertal-Degersheim – SC Aadorf 3:2 (2:1) – Oberstufenzentrum Necker – 100 Zuschauer – SR: unbekannt. Tore: 10. Sacipi 0:1, 11. Felix 1:1, 45. Britt 2:1, 47. Britt 3:1, 80. Sacipi 3:1. FC Neckertal-Degersheim: Egger; Pondini, Crottogini, Meng, Büchler; Britt, Bosshard, M. Felix, R. Felix; Manzo, Rüegg. Einwechslungen: Gübeli, Looser, Lieberherr, Huynh, Lehmann, Namnick. SC Aadorf: Russo; Moser, Braun, Weber, Düring; Aliti; Goli, Meier; Sacipi, Luginbühl, Ammann. Einwechslungen: Gianforte, Ramadani, Narciso. Verwarnungen: 38. Goli (Foul), 60. Meier (Unsportlichkeit), 79. R. Felix (Foul), 83. Bosshard (Foul), 90+1. Manzo (Foul).


SC Aadorf bezwingt Uznach deutlich

Der SC Aadorf hat nach dem schwachen Auftritt in Bütschwil die geforderte Reaktion gezeigt und bezwingt zuhause den FC Uznach gleich mit 4:0. Alle vier Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit.

 

Aadorf – Die Vorgaben für das erste Heimspiel der angelaufenen Rückrunde waren klar. Nach dem desolaten Auftritt, mit der damit verbundenen 7:3 Niederlage in Bütschwil, wollte der SCA vor heimischer Kulisse ein anderes Gesicht präsentieren.

Aadorf dominiert von A bis Z
Den guten Beginn aus der Startpartie gegen Bütschwil konnten die Aadorfer gegen den FC Uznach gar noch toppen. Erst drei Minuten waren absolviert, als der Platzsprecher bereits die Führung für den SCA verkünden durfte. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen netzte Fadil Goli überlegt zum 1:0 ein. Lediglich fünf Zeigerumdrehungen später schallten bereits die nächsten Jubelschreie über den Sportplatz Unterwiesen. Aussenverteidiger Düring hatte das Spielgerät aus dem Halbfeld heraus mustergültig in den Strafraum gezirkelt. Dort löste sich Meier gekonnt von seinem Bewacher und köpfte sehenswert zum 2:0 ein. Die Gäste aus Uznach hatten bis dato kaum einen Ball berührt und bevor sie ihrerseits einen ersten Schuss auf den Kasten von Aadorf Keeper Russo abgaben, lagen sie bereits mit drei Treffern im Rückstand. In der 17. Spielminute brillierte das Heimteam mit einem erneut tollen Angriff. Sacipi vollstreckte am Ende der Kette erfolgreich zum 3:0. Der SCA schoss sich in den ersten Minuten offensichtlich den Frust von der Seele. Gleich alles wollte dann aber doch nicht gelingen, liessen die Thurgauer in der Folge doch die eine oder andere Möglichkeit für weitere Treffer ungenutzt verstreichen. Die definitive Entscheidung fiel aber trotzdem noch vor dem Pausentee. Nach einem zügig vorgetragenen Angriff und der flachen Hereingabe von Captain Luginbühl schlug im Strafraum Uznach Verteidiger Arena am Leder vorbei. Sacipi war im Rücken des Verteidigers präsent, bedankte sich und markierte seinen zweiten persönlichen Treffer zum 4:0.

Den Vorsprung verwaltet
Wer erst auf die zweite Halbzeit hin zum Spiel eintraf, hatte das grosse Feuerwerk bereits verpasst. Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie zunehmend ab. Der SCA kontrollierte zwar weiterhin das Geschehen, liess Ball und Gegner gut laufen, war aber in der Vorwärtsbewegung nur noch selten zwingend. Die beiden Eingewechselten, Ramadani und Gianforte, vergaben die grössten Möglichkeiten, das Skore weiter zu erhöhen. Die Gäste aus Uznach hatten sich ihrerseits gesteigert und verzeichneten nach dem Pausentee den einen oder anderen Abschluss. Ein Torerfolg oder gar eine mögliche Wende war allerdings über die gesamte Partie hinweg in weiter Ferne. Der SC Aadorf gewann somit am Ende, auch in dieser Höhe verdient, drei wichtige Punkte. Cheftrainer Bitzer zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Elf. «Wir haben heute über 90 Minuten hinweg ein gutes Spiel abgeliefert. Defensiv solide und offensiv vor allem in der ersten Halbzeit sehr kreativ und entschlossen. Nun wollen wir am heute Gezeigten weiter anknüpfen.»

Am nächsten Samstag, 13. April gastiert der SCA auswärts beim FC Neckertal-Degersheim. Anpfiff auf dem Sportplatz im Necker ist um 18 Uhr.

Telegramm:
SC Aadorf – FC Uznach 4:0 (4:0) – Unterwiesen – 110 Zuschauer – SR: Gubic. Tore: 3. Goli 1:0, 8. Meier 2:0, 17. Sacipi 3:0, 44. Sacipi 4:0. SC Aadorf: Russo; Düring, Weber, Braun, E. Moser; Aliti; Meier, Goli; Ammann, Luginbühl, Sacipi. Einwechslungen: Gianforte, Ramadani, Narciso, Schreiber, Serafino. FC Uznach: Fritschi; Marsicovetere, Buser, Arena, Hofstetter; Kovacevic, Eric, Steiner; Vita, Eicher, Duft. Einwechslungen: Abdi, Helbling, Rizzo, Kabashi, Kuster. Verwarnungen: 90+1. Braun (Foul).


Eine schallende Ohrfeige zum Rückrundenauftakt

Auswärts beim FC Bütschwil kassiert der SC Aadorf zum Auftakt in die zweite Hälfte der Saison eine 7:3 Klatsche. Noch zur Pause deutete Nichts auf einen solchen Ausgang hin.

 

Bütschwil/Aadorf - SCA Cheftrainer Patrick Bitzer konnte es nach dem Spiel kaum glauben. «Man kommts sich vor wie im falschen Film. Wir analysieren eine nicht zufriedenstellende Vorrunde komplett durch, wir wissen, was wir verbessern müssen, bereiten uns seriös auf die Rückrunde vor, überzeugen im letzten Test gegen einen Oberklassigen von A bis Z, starten danach auch noch gut in das erste Pflichtspiel, dominieren den Gegner, gehen mit einer knappen Führung in die Pause, nur um dann anschliessend solche 45 Minuten abzuliefern. Das ist schlicht nicht mit Worten zu erklären.»


SCA zunächst das bessere Team
Der Start in die Partie verlief für die Gäste aus dem Hinterthurgau zunächst wie gewünscht. Auf dem gut bespielbaren Terrain liess man Ball und Gegner gekonnt laufen und nahm damit das Zepter zügig in die Hand. Einzig im Abschluss präsentierte sich der SCA zu Beginn noch nicht kaltschnäuzig genug. Dies änderte sich nach 18 Minuten, als Aadorfs Spielmacher Fadil Goli nach einem sehenswerten Angriff zum 0:1 einschob. Das Heimteam existierte bis zu diesem Zeitpunkt kaum, der Gegentreffer liess die Toggenburger aber aufhorchen. Nach rund 25 Minuten schaltete auch Bütschwil einen Gang höher, gewann zunehmend mehr Zweikämpfe und erarbeitete sich Torchancen. Nach einem unglücklichen Handspiel von SCA Verteidiger Braun liess sich Gajic nicht zweimal bitten und verwertete den fälligen Elfmeter zum 1:1. Der SCA reagierte darauf umgehend und ging in der 38. Minute durch Captain Luginbühl erneut in Führung. Dem Aufschwung des Heimteams tat dies allerdings keinen Abbruch, der Glaube an einen Punktgewinn war bei den Bütschwilern mittlerweile omnipräsent. Und wiederum kam es zu einem Elfmeter. SCA Verteidiger Stalder liess sich im Strafraum den Ball abnehmen und intervenierte darauf regelwidrig. Weil Gajic dieses Mal aber Nerven zeigte und das Leder über die Querlatte drosch, schritten die Gäste dennoch mit einer knappen Führung zum Pausentee.

SCA geht unter wie die Titanic
Was sich in den zweiten 45 Minuten auf dem Sportplatz Breite abspielte, hätte vorab wohl kaum einer der zahlreich erschienenen Zuschauer für möglich gehalten. Zunächst vergab Aadorf Stürmer Ammann aus guter Position das 1:3 nur knapp. Der Start in eine turbulente zweite Halbzeit fiel dann aber in der 54. Minute. Aadorfs Goli verlor an der Strafraumgrenze den Ball, wurde anschliessend beim Versuch sein Malheur auszubügeln von einem Gegenspieler hart angegangen und musste wegen dem ausbleibenden Foulpfiff anschliessend zusehen, wie Mathis ungestört zum 2:2 Ausgleich traf. Der Gegentreffer war rückblickend der Genickbruch für die Gäste. Der SCA fand in der Folge absolut keinen Zugriff mehr auf die Partie, glänzte mit mangelndem Zweikampfverhalten und individuellen Fehlern im Minutentakt. Die Folgen waren vernichtend. Bütschwil nutzte die 35-minütige Schwächephase gnadenlos aus, spielte sich in einen Rausch und markierte fünf weitere Treffer. Das Tor von Aadorfs Ammann zum zwischenzeitlich 6:3 war lediglich noch eine Randnotiz wert.

«Nach einer solchen Leistung braucht es keine weiteren Worte. Einzig und alleine Taten sind gefragt. Solche müssen am nächsten Samstag beim ersten Heimspiel auf den Platz, Ende der Diskussion,» so Aadorf Trainer Bitzer mit dem ernüchternden Fazit nach Spielschluss.
pb

Telegramm:

FC Bütschwil – SC Aadorf 7:3 (1:2) – Breite – 100 Zuschauer – SR: Ersin. FC Bütschwil: Oswald; Hollenstein, Schönenberger, Breitenmoser, Segmüller; Oberholzer, Fäh, Brändle, Aschwanden; Mathis, Gajic. Einwechslungen: Domgjoni, Gübeli, Fust, A. Oberholzer. SC Aadorf: Russo; Braun, Stalder, Weber, Düring; Aliti; Sacipi, Goli, Narciso; Luginbühl, Ammann. Einwechslungen: Schreiber, Serafino, Gianforte, Selimi, Ramadani. Verwarnungen: 43. Stalder (Foul), 55. Goli (Reklamieren), 62. Gübeli (Foul).


Die 1. Mannschaft berichtet aus dem Trainingslager in Malta

 

Mittwoch

Tag der Abreise zum Zielort nach Malta. Die 20-köpfige Reisegruppe trifft sich am späteren Nachmittag in Zürich am Flughafen. Von dort aus führte die Reise mit dem Flieger in südlichere Gefilde. Kurz nach 20 Uhr landet die Maschine sicher am Zielort und das 1ais verschiebt gemeinsam zur Final Destination in der Stadt St. Julians.

Check-in, Zimmerbezug und ein kurzes, gemeinsames Nachtessen zu später Stunde. Erstes Fazit: problemlos Anreise, tolles Hotel und eine gute Stimmung in der Truppe. Der erste Dämpfer folgt aber prompt, zumindest für den Schreiberling und ein paar wenige weitere Fans der Münchner Roten. Gemeinsam schaut man sich im Pub den Siegeszug vom FC Liverpool an bevor es anschliessend für den Grossteil weiter ins Nachtleben von St. Julians geht. An dieser Stelle beenden wir aber die Berichterstattung für den ersten Tag…

Donnerstag

Bis auf eine Ausnahme (Name der Redaktion bekannt), treffen alle Spieler am ersten Morgen pünktlich zum gemeinsamen Frühstück ein. Das Leistungsvermögen zu diesem Zeitpunkt dürfte zumindest bei manch einem noch nicht sehr gross gewesen sein. Um 09.30 Uhr gilt es aber dennoch ein erstes Mal auf die Zähne zu beissen. Auf den top gepflegten Plätzen rund um das Nationalstadion in Ta’Qali absolvieren die Jungs der ersten Mannschaft das erste von insgesamt vier Trainings auf internationalem Boden. Der Einsatz aller Akteure lässt den Staff durchaus zufrieden feststellen und beweist, dass die Jungs nebst den spassvollen Momenten abseits des Grüns auch bereit sind, auf dem Platz «Vollgas» zu geben. Es folgt nach einer Verschnaufpause und dem gemeinsamen Mittagessen, am Nachmittag gleich noch eine zweite sportliche Einheit. Passübungen, Kraft & Schnelligkeit sowie die Spielauslösung standen im Fokus, ein intensives Abschlussspiel durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Besonders erfreulich: Tag eins auf dem Platz und keine Verletzungssorgen. Alle 17 mitgereisten Spieler waren weiterhin fit und einsatzbereit.

Freitag

Die Erfahrungen und das bisherig Erlebte waren bis hierhin fast durchgehend positiv. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es aber trotzdem auch. Das Wetter präsentierte sich während der gesamten vier Tage eher durchschnittlich. Allen voran der «stürmische» Wind auf dem Trainingsgelände brachte einige Umstände mit sich. Ansonsten wechselten sich Sonnenschein, Bewölkung und ganz leichter Regen in regelmässigem Abstand ab. Bei der Einheit vom Freitagmorgen konzentrierte sich die Mannschaft wiederum erfreulich gut, trainierte aktiv mit und bereite sich damit bereits auf das kommende Testspiel vom Freitagnachmittag vor.

Gegner dort war der FC Neukirch-Egnach, seinerseits ebenfalls in der 3. Liga vom Ostschweizer Fussballverband aktiv. Trainer Bitzer musste mittlerweile auf zwei angeschlagene Spieler verzichten. Die restlichen 15 Akteure standen für das freundschaftliche Kräftemessen bereit. Die Partie ist rasch erzählt. Die Jungs liessen Ball und Gegner über weite Strecken gut laufen, hatten deutlich mehr Spielanteile, wurden dabei aber nur ganz selten einmal gefährlich. Eine torlose Partie zeichnete sich mit Fortdauer der Partie ab. Stürmer Selimi hatte dann aber doch noch etwas dagegen und erzielte nach tollem Pass von Luginbühl das verdiente 1:0 Schlussresultat.

Müde vom kräfteraubenden Tag machte man sich auf, zurück ins Hotel. Bevor es später zum gemeinsamen Nachtessen in ein Restaurant ging, blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Apéro, intensive Kartenspielrunden beim Staff oder die Nutzung vom Wellness Angebot in und rund um das Hotel. Die frohe Kunde vom Staff, dass am folgenden Samstagmorgen «frei» ist und der erste offizielle Treffpunkt damit erst um 12.30 Uhr wahrzunehmen ist, weckte beim Grossteil des Teams den Partytiger in sich. Auch an dieser Stelle schliessen wir unsere Berichterstattung…so viel sei gesagt: zum dritten Mal am Tag war Vollgas angesagt.

Samstag

Am Samstagvormittag wurden dem Team ein paar freie Stunden eingeräumt. Der Grossteil nutzte diese, um sich mit Schlafen von den Strapazen der vorangegangenen Nacht zu erholen. Pünktlich um 12.30 Uhr trafen die Jungs zum letzten gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal ein. Anschliessend verschob man gemeinsam ein letztes Mal zum Trainingsgelände und absolvierte auf den tollen Rasenplätzen eine abschliessende Trainingseinheit. Im Fokus stand dabei der Spass. In verschiedenen Disziplinen massen sich zwei Teams und machten so den Tagessieg unter sich aus. Der offizielle Teil des Trainingslagers war damit vorbei, der letzte Abend sowie der Sonntagvormittag standen erneut zur freien Verfügung. Gemütliche Stunden beim Nachtessen, Jasspartien oder später im Ausgang rundeten ein rundum gelungenes Trainingslager optimal ab.

Sonntag

Die Heimreise am Sonntag verlief, abgesehen von einem Spezialfall, problemlos. Ein Spieler bemerkte beim Anstehen zum Check-in, dass er seine Reisedokumente nicht mehr bei sich trug und auch keinerlei Ahnung hatte, wo diese sein könnten. Kurze Zeit schien es so, dass der Akteur wohl noch einen Zusatztag in Malta einlegen würde. Nach ewigen Diskussionen mit dem Airline-Personal sowie einigen Telefonate mit der zuständigen Botschaft brachte man den Passagier dann aber doch noch rechtzeitig in den Flieger, sodass die Mannschaft komplett und ohne grössere Sorgen zurück in die Schweiz reisen konnte.

Im Namen der gesamten 1. Mannschaft gebührt unserer Supporter-Vereinigung ein spezieller Dank. Sie haben unsere Spieler, welche sich noch im Juniorenalter befinden, massgeblich finanziell unterstützt.


Erfolgreicher auf Nebenschauplätzen Zwei Schiedsrichter mit Strahlkraft

Ein Präsident im 24. Amtsjahr sowie die beiden Schiedsrichter Nico Gianforte und Christian Bannwart, Aufsteiger der letzten Jahre, waren das Bemerkenswerteste an der 85. Generalversammlung des SC Aadorf, besucht von 98 Mitgliedern.

Schauplatz Spielbetrieb: Fussballerisch bildet der SC Aadorf mit seinen neun Mannschaften auf dem grünen Rasen eher Mittelmass. So ist etwa das Aushängeschild in der 3. Liga von einem Spitzenplatz weit entfernt. Allein die Ca-Junioren wuchsen über sich hinaus und schafften erstmals die Promotion und damit auch die Nominierung zum Aadorfer Anerkennungspreis.

Nebenschauplatz: Wenn eben nicht die Spieler, so sorgen Vereinsvertreter aus der Schiedsrichtergilde für Aufsehen: Nico Gianforte wird erstmals ein Challenge-League Spiel arbitrieren, derweil es Christian Bannwart in die Erste Liga-Promotion schaffte. Genügend Grund für Präsident Hans-Joerg Schaub, die Verdienste der beiden zu würdigen. «Aadorf scheint für das Schiedsrichterwesen ein gutes Pflaster zu sein. Mit 8 Schiedsrichtern wurde das Kontingent mehr als erfüllt. Um eine solch komfortable Lage kommen nur wenige Vereine herum. Dass Gianforte gleich auch noch den Vorstandssitz von Schiriobmann Bannwart übernimmt, ist für mich eine zusätzliche Freude», sagte Präsident Schaub. Und gab noch einen drauf: «Ich fasse auch noch das 25. Amtsjahr ins Auge, denn Baustellen gibt es genug und zur Routinearbeit ist das Präsidium auch nicht geworden», betonte der inzwischen Pensionierte Amtsträger des grössten Aadorfer Vereins mit seinen 420 Mitgliedern. Natürlich im gesellschaftlichen Dorfleben seit Jahren eine feste Grösse.

 

Noch mehr Erfreuliches

Die von Daniel Keller präsentierte Rechnung 2018 weist einen Gewinn von rund 1'500 Franken aus, womit auch im kommenden Jahr gerechnet wird. Ohne Anstrengungen und grossen Einsatz an Freiwilligenarbeit käme man nicht auf einen grünen Zweig. Das Fundament an Einnahmen bilden der in Eigenregie geführte Kioskbetrieb, die Mitgliederbeiträge, das Turnier-Wochenende, das Axpo-Fussballcamp, das Hallenfuss­ballturnier, der Fasnachtsumzug und die Unterstützung der Supporter-Vereinigung und der Sponsoren. Bei all den Anlässen stehen erfreulicherweise neun Frauen an vorderster Front, was für den SCA ohne Frauenabteilung doch bemerkenswert ist.

Den 29 Neueintritten mit mehreren multinationalen Namen standen lediglich vier Rücktritte gegenüber, so dass der Mitgliederbestand auf 140 Aktive angewachsen ist, was mit den 190 A- bis G-Junioren zur stattlichen Anzahl von 330 Spielern führt.

Im neunköpfigen Vorstand bleibt lediglich die Funktion des Juniorenverantwortlichen vakant, da Co-Leiter Gaetano Russo den Trainerposten der 2. Mannschaft übernahm. Handlungsbedarf besteht indessen auf der Ebene Marketing. Für Werbezwecke stehen noch einige Plätze für Bandenwerbung zur Verfügung.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Kleinkunstsaal des Gemeindezentrums wurden nach der gut einstündigen Versammlung noch «Kalte Platten» und Getränke aufgetischt, was die knappe Hundertschaft mit Wohlgefallen zum Zugreifen lockte.

KURT LICHTENSTEIGER

Die Schiedsrichter Nico Gianforte (li.) und Christian Bannwart wurden von Präsident Hans-Joerg Schaub geehrt und belohnt

Auf dem besten Weg nach ganz oben

Der Aadorfer Nico Gianforte hat auf Beginn dieses Jahres einen weiteren Karriereschritt zum Spitzenschiedsrichter getan: Wohl im kommenden März wird er sein erstes Spiel in der Challenge-League leiten.

Das Jahr 2019 hat für einige Aadorfer Sportler vielversprechend begonnen: Die beim SC Aadorf gross gewordenen Fussballer Joel Untersee und Noah Blasucci haben bei Super-League Vereinen einen Vertrag bekommen. Der eine beim FC Zürich, der andere beim FC Sion. Und die Aadorfer SRF-Sportmoderatorin Annette Fetscherin ist neuerdings das Aushängeschild bei der Fernsehsendung «sportaktuell». In die Reihe der Aufgestiegenen, die in und über Sportlerkreisen hinaus Bekanntheit erlangen, darf zweifellos auch der 25-jährige Fussball-Schiedsrichter Nico Gianforte zählen. Nicht unerwartet gehört er zu den jüngsten Spitzenschiedsrichtern im Kader der Swiss Football League (SFL). Die erste Aufgabe im Profi-Fussball, nämlich die Leitung eines Challenge-League Spiels, steht kurz bevor. Die Qualifikation ist ihm aber beileibe nicht in den Schoss gefallen. Sie ist das Ergebnis einer beharrlichen Fokussierung auf die verantwortungs- und anspruchsvolle Tätigkeit.

 

Eng begleitet

Nico Gianforte spielte von den F- bis hin zu den A-Junioren beim SC Aadorf. So wie seine zwei jüngeren Brüder. «Mit 15 Jahren wollte ich aber den Fussball von einer anderen Sichtweise kennenlernen, nämlicher jener des Schiedsrichters. Der Besuch eines dreitägigen Grundkurses sollten mir als Referee neue Perspektiven eröffnen, ohne ganz auf den Umgang mit dem Ball verzichten zu müssen. Positive Beurteilung von Inspizienten, die gute Kameradschaft unter Schiedsrichterkollegen und die Freude an der Spielleitung bestärkten mich in der Folge auf dem eingeschlagenen Weg. Dermassen, dass ich Saison für Saison eine Liga höher stieg und dadurch den wichtigen Übertritt vom Ostschweizer Fussballverband (OFV) zum Schweizerischen Fussballverband (SFV) machen konnte» sagte Nico Gianforte. Die Kritiken von seinem Vater Lucio nahm er gerne entgegen, zumal sich dessen Analysen kaum von jenen der Inspizienten abhoben. Je höher die Liga war, desto mehr wurde er von renommierten Coaches inspiziert und gecoacht, meist gar bei jedem zweiten Match.

 Vielfältige Anforderungen

Mit 25 Jahren für den Studenten an der ZHAW eine beachtliche Karriere, die für seine Nebentätigkeit allerlei voraussetzt: Es ist nicht damit getan, einfach die 17 Regeln aus dem 130-seitigen Regelbuch auswendig zu lernen. Aber auch darin ist Sattelfestigkeit unabdingbar und in Tests immer wieder unter Beweis zu stellen. Dies gilt auch für seine körperliche Verfassung. Schliesslich legt er pro Spiel bis zu 14 km zurück und gehört zudem unter seinesgleichen zu den Schnellsten. Eine GPS-Uhr zeichnet jeweils die Daten auf und erlaubt ihm und den Verantwortlichen, die nötigen Rückschlüsse aus der Trainingsarbeit zu  ziehen.     

Neben seiner Grösse von 1.85 Meter zählt er auf seine natürliche Ausstrahlung, genügend Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen, Fingerspitzengefühl, Entscheidungsvermögen und Selbstkritik. «Am meisten kann ich mich noch im Stellungsspiel verbessern, einer Fähigkeit, in der man nie ausgelernt hat», sagt Nico Gianforte, der bodenständig geblieben ist und auf dem Platz eine natürliche Autorität ausstrahlt.   

Tiefschläge und Höhepunkte

«Mit 17 war ich drauf und dran, die Schiedsrichterpfeife an den Nagel zu hängen. Ich musste wegen Ausschreitungen ein Spiel in der 5. Liga abbrechen, was auch noch ein Polizeiaufgebot auf den Platz rief. Es ist zwar nicht viel passiert, aber dennoch hat mich das Geschehen so aufgewühlt, dass ich eine weitere Tätigkeit in Frage stellte. Zum Glück liess ich es nicht so weit kommen», so Gianforte.

Lieber erinnere ich mich an die bisherigen Höhepunkte: So etwa an die Aufstiegsspiele von der 1. Liga Classic in die 1. Liga Promotion, ausgetragen zwischen Münsingen und Solothurn sowie Bellinzona gegen Lausanne-Ouchy. «Vor Tausenden von Zuschauern brachte ich die Spiele gut über die 90 Minuten. Zum Schluss erhielt ich ein positives Feedback von Spielern, Zuschauern und den Inspizienten. Mit ein Grund, dass sich der Weg zum Aufstieg ebnete. Ein grossartiges Erlebnis war zudem der Einsatz auf internationaler Bühne: An den EUSA-Games 2016 im kroatischen Zagreb durfte ich einer multinationalen Delegation angehören. Mein Ziel ist es, als Halb-Profi tätig zu sein und längerfristig als FIFA-Schiedsrichter homologiert zu werden». Daneben verfolgt Nico Gianforte auch berufliche Ziele. Nach dem Bachelor in «Business Engineering» und dem Master-Abschluss in «Banking and Finance» im Jahr 2020 arbeitet der Student im Investment Banking in einem 40-Prozent Teilpensum bei «Baader Helvea» in Zürich. Ein gutes Beispiel also, wie sich Beruf und Hobby vereinbaren lassen.  

KURT LICHTENSTEIGER


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Aktuelle Termine
 

Hier finden Sie alle wichtigen Termine rund um den Sportclub Aadorf.

21. - 23. Juni 2019 SCA Turnierwochenende Sportplatz Unterwiesen, Aadorf
1. Juli 2019 Vereinsversammlung Sportplatz Unterwiesen (Camp-Zelt)
8. - 12. Juli 2019 Axpo Fussball-Camp Sportplatz Unterwiesen
29. Sept bis 03. Okt 2019 Zirkus Stey beim Sportplatz Sportplatz Unterwiesen, Aadorf
16./17. November 2019 Hallenfussballturnier Sporthalle Löhracker
Januar/Februar 2020 Fasnachtsumzug Gemeindezentrum, Aadorf
28. Februar 2020 86. Generalversammlung SC Aadorf Gemeindezentrum, Aadorf (Kleinkunstsaal) - 19.45 Uhr