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Verheissungsvoller Saisonstart
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Der SC Aadorf bekam es zum Saisonstart 2016/17 gleich mit einem echten Kaliber zu tun. Die Thurgauer trafen auswärts auf den FC Eschenbach, welcher die vergangene Saison auf dem zweiten Tabellenplatz abschloss.

 

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Der SC Aadorf bekam es zum Saisonstart 2016/17 gleich mit einem echten Kaliber zu tun. Die Thurgauer trafen auswärts auf den FC Eschenbach, welcher die vergangene Saison auf dem zweiten Tabellenplatz abschloss.

 

PATRICK BITZER

 

Fussball. Der Spielplan wollte es so, dass sich die beiden Teams, nach dem man bereits anlässlich des letzten Meisterschaftsspiel der Saison 2015/16 aufeinander traf, gleich zum Saisonstart wieder ein Duell lieferten. Rund acht Wochen zuvor war es der FC Eschenbach, welcher nach einer animierten Partie am Ende knapp mit 3:2 gewinnen konnte. Der SCA hatte somit noch eine offene Rechnung zu begleichen und war gewillt, mit einem positiven Resultat in die neue Spielzeit zu starten.

SCA kalt geduscht

Die Matchuhr hatte kaum eine Zeigerumdrehung absolviert, da wurden aus Aadorfer Sicht all die guten Vorsätze ein erstes Mal über den Haufen geworfen. Eschenbachs Innenverteidiger Dürst düpierte mit seinem langen Ball die gesamte SCA Hintermannschaft. Stürmer Stojanov profitierte von der präzisen Vorlage seines Teamkollegen und lobte den Ball mustergültig zur frühen 1:0 Führung über Keeper A. Bitzer hinweg in die Maschen. Ein Start nach Mass für die Gastgeber. Es sollte dann aber vorerst die letzte nennenswerte Aktion des FC Eschenbach gewesen sein. Die Gäste aus dem Thurgau liessen sich vom frühen Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen und begannen fortan das Spieldiktat an sich zu reissen. Spielerisch versiert versuchte das Team von Cheftrainer Stahel, die kassierte Hypothek bald möglichst wett zu machen. Die Bemühungen sollten noch vor Ablauf der ersten 30 Minuten belohnt werden. Den Gästen aus dem Thurgau wurde nach einem Handspiel von FCE Verteidiger Steiner im eigenen Strafraum folgerichtig ein Elfmeter zugesprochen. Spielmacher Luginbühl nahm Anlauf und drosch die Kugel trocken zum 1:1 Ausgleich in die Maschen. Bis zum Pausenpfiff des streng aber souverän pfeifenden Unparteiischen bot sich beiden Teams nochmals je eine Grosschance. Zuerst vergaben die Aadorfer nach einem mustergültig vorgetragenen Konter schon fast fahrlässig die 1:2 Führung. Torschütze Luginbühl hatte Schlussmann Hofstetter bereits umspielt, sein Zuspiel auf Teamkollege Holenstein war dann aber zu ungenau, sodass dieser im Abschluss nicht reüssieren konnte. Kurze Zeit später bekundete auf der Gegenseite Stojanov mit seinem Abschluss an den Innenpfosten grosses Pech.

Auf des Messers Schneide

Auch nach dem Seitenwechsel waren es wiederum die Gäste, welche spielerisch die feinere Klinge führten und sich dadurch leichte Vorteile erarbeiten konnten. Die Platzherren agierten vorwiegend mit langen Bällen in die Spitze, wobei der agile Stojanov und der grossgewachsene Meier die SCA Hintermannschaft stets zu beschäftigen wussten. Torchancen waren in der zweiten Halbzeit mehrheitlich Mangelware. Das Spielgeschehen verlagerte sich zunehmend in die Zone zwischen den beiden Strafräumen, wobei die Gangart zugleich ruppiger wurde. Den negativen Höhepunkt setze dabei Eschenbachs Helbling, welcher nach einer rüden Attacke gegen Aadorfs Carosella folgerichtig mit der Ampelkarte unter die Dusche geschickt wurde. Zwar spielte der junge Akteur den Ball, nahm aber bei seiner Aktion eine schwere Verletzung des Gegenspielers in Kauf. Der SCA konnte aus der nummerischen Überzahl in den verbleibenden Minuten keinen Profit mehr schlagen. Zwar verzeichnete man noch die eine oder andere gute Möglichkeit, verpasste es aber den berühmt berüchtigten Lucky Punch zu markieren. Im Gegenteil, nach einem Durcheinander im Strafraum benötigte es in der Schlussphase noch eine Glanztat von Keeper A. Bitzer, welcher mir seiner Parade den hoch verdienten Punktgewinn festhielt. Die Leistung der jungen Aadorfer Mannschaft wusste an diesem sommerlichen Sonntag zu gefallen. Moral, Kampfbereitschaft und Solidarität, gepaart mit dem nötigen Spielwitz liessen dem SCA am Ende ein gutes Zeugnis auszustellen. Gelingt es dem Team von Trainer Stahel und Assistent Schaub auch in den kommenden Wochen an diese Leistungen anzuknüpfen, sollte einem gelungenen Saisonstart nichts im Wege stehen.

FC Eschenbach – SC Aadorf  1:1 (1:1) – Eschewies – 120 Zuschauer – SR: Carmine. Tore: 1. Stojanov 1:0, 28. Luginbühl 1:1 (Elfmeter). FC Eschenbach: Hofstetter, Steiner, Dürst, Federspiel (Küng), Müller (Grob), Y. Helbling, Stojanov, D. Meier (T. Helbling), Nyangpo (Elmer), Hefti, Gojani. SC Aadorf: A. Bitzer; Serafino (Stalder), Bannwart, Gianforte, E. Moser; Traxler (Carosella); Narciso (Alvarez Toro), Meier, Luginbühl, Ammann; Holenstein (Oliviera). Verwarnungen: 7. Gianforte (Foul), 29. Meier (Reklamieren), 52. Grob (Foul), 65. Müller (Reklamieren), 67. Steiner (Foul), 86. Oliviera (Foul). Platzverweis: 82. Helbling (Foul).

25 Jahre Supporter-Vereinigung des SC Aadorf

Die vor 25 Jahren gegründete Supporter-Vereinigung des SC Aadorf ist zu einem bemerkenswerten ideellen und finanziellen Standbein des Sportclubs Aadorf geworden. Am Sonntag feierten rund 90 Mitglieder das Jubiläum in geeignetem Rahmen.

 

AADORF – Im Festzelt, für das Grümpelturnier beim Sportplatz „Unterwiesen“ erstellt, spielten am Sonntagvormittag schon zum Apéro die Haselberg-Musikanten auf. Noch bevor ein köstliches Mittagessen aufgetischt wurde, wandte sich Supporterpräsident Charly Meichtry an die Gästeschar. Mit einer Powerpoint-Präsentation blickte er auf die Anfänge der Supporterbewegung zurück. In Häuslenen nämlich hatten sich vor 25 Jahren sechs idealistisch gesinnte Geschäftsleute, nämlich Kurt Krämer, René Currat, Heinz Ochsner, Mike Stutz, Hans Schär und  Ruedi Michel zusammen gefunden, um die Supporter-Vereinigung zu gründen. In den Statuten wurde festgesetzt, hauptsächlich die Juniorenbewegung im Speziellen und die sportlichen Bestrebungen des SC Aadorf im Allgemeinen zu fördern. Die vier damaligen Gründungsmitglieder Krämer, Currat, Schär und Ochsner sind noch bis heute  im Vorstand verblieben.

Unterstützten vorerst 32 Mitglieder den Verein, so stieg im Laufe der Jahre die Anzahl auf 80, wozu 31 Firmen, 16 Privat- und 33 SCA-Mitglieder zählen. Diese leisten nicht nur grosszügige finanzielle Beiträge, sondern kommen auch regelmässig in den Genuss gesellschaftlicher Anlässe, sportlicher wie kultureller Natur. In den 25 Jahren sind es rund 50 Veranstaltungen geworden.

 

Ein gelungenes Konstrukt

Charly Meichtry, mit launigen Worten wie eh und je, bezeichnete die Supporter-Vereinigung als äusserst gelungenes „Konstrukt“. Beim darauf folgenden  Interview  konnte dies Clubpräsident Hans-Joerg Schaub nur unterstreichen und hob dabei die Bedeutung der Vereinigung hervor: „Deren Verdienste sind unschätzbar, kann die Juniorenkasse doch jährlich mit Beiträgen zwischen 6‘000 und 8‘000 Franken rechnen. Zudem hat die Vorstandsetage für spezielle Wünsche meist ein offenes Ohr, so etwa für den Bau der Pergola und des Kiosks, die ohne Unterstützung kaum hätten realisiert werden können. Nun haben wir zusammen mit dem Garderobetrakt eine Top-Infrastruktur, nur sollten wir mehr Tore schiessen“, antwortete schalkhaft Schaub, der massgebend fürs Erstere verantwortlich war, für die Torflaute der vergangenen Spielsaison.  

Eine besondere Ehre war danach Gründungsmitglied René Currat beschieden, der im Jahre 1958 dem Verein als C-Junior beigetreten ist. Eine steile Karriere im Fussball blieb der Zukunftshoffnung zwar versagt, doch als Funktionär leistete er dem Verein unschätzbare Dienste, zuerst als Sekretär, dann als Vorstandsmitglied, Clubpräsident und Supporter-Präsident. Mit einer Selektion von ausgewähltem Whisky, seinem Lieblingsgetränk, und anerkennendem Beifall wurde das Ehrenmitglied bedacht. An seine Stelle wird Köbi Winkler treten.

Und was ist mit der häufig aufgeworfenen Frage um eine automatische Resultat-Anzeigetafel auf dem Sportplatz? „Diese wird erst spruchreif, wenn der SCA in der Zweiten Liga spielt“, versprach Charly Meichtry, nun Supporter-Präsident seit zehn Jahren. Als dann das Dessertbuffet zum Zugreifen verlockte, spielten die Haselberg-Musikanten immer noch flott auf, so dass sich das Festzelt erst am späteren Nachmittag leerte.

 

Kurt Lichtensteiger

Bilder Supportervereinigung

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